10. Januar 2018
10.01.2018
40 Años

Niki-Pleite: Handling-Mitarbeiter an Palmas Airport bangen um Jobs

Die Angestellten sollen ab dem 15. Januar für zwei Monate freigestellt werden

23.01.2018 | 14:53
Bild aus vergangenen Tagen: Ein Niki-Flieger hebt ab.

Nach der Pleite des Mallorca-Fliegers Niki sollen 108 Mitarbeiter auf dem Flughafen von Palma de Mallorca vorübergehend freigestellt werden. Die Handling-Firma Acciona, die sich im Auftrag von Niki und Air Berlin um Check-in und Gepäckbeförderung kümmerte, hat ein Verfahrung zur Freistellung (ERTE) eingeleitet, das die Mitarbeiter in einer Versammlung am Dienstag (9.1.) jedoch mehrheitlich ablehnten.

Das Verfahren zur Freistellung der Mitarbeiter soll am 15. Januar beginnen und bis zum 15. März dauern, wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet. Geplant ist, dass die Mitarbeiter von anderen Handling-Firmen übernommen werden, die die Lücke von Niki füllen. Allerdings ist angesichts des Rechtsstreits um das Insolvenzverfahren von Niki völlig unklar, ob und wann es wieder mehr am Flughafen zu tun gibt. 

300 Mitarbeiter an Palmas Airport sind seit der Pleite praktisch im Leerlauf: 55 wöchentliche Flüge waren vor Weihnachten weggefallen. Die Handling-Mitarbeiter sind dafür zuständig, die Fahrgast­brücken zu manövrieren, die Busse zwischen Flugzeug und Terminal zu fahren sowie am Schalter die Koffer entgegenzunehmen und Tickets auszustellen. Niki war zwar nicht der einzige Kunde von Acciona. Aber die weiteren Auftraggeber wie Condor, Tui Fly oder Germania landen vorwiegend im Sommerhalbjahr auf Palmas Flughafen. Dann sind ­gewöhnlich inklusive fest angestellten Saisonkräften – den sogenannten fijos discontinuos – knapp tausend Acciona-Angestellte im Einsatz.

Hatte die Air-Berlin-Pleite im Herbst noch wenig Auswirkungen auf Acciona – die Mallorca-Flüge waren bereits von Niki übernommen worden –, gibt es derzeit fast gar nichts mehr für die Acciona-Mitarbeiter zu tun.

Werden die Mitarbeiter letztendlich entlassen, haben sie lediglich Anspruch auf eine Abfindung von 20 Tagesgehältern pro Betriebsjahr – statt wie sonst 33 oder mehr. Ein ähnliches Schicksal droht darüber hinaus mehr als 400 fijos discontinuos, die eigentlich im Frühjahr zu Saisonbeginn wieder ihre Arbeit auf dem Rollfeld und an den Schaltern aufnehmen sollten.  /ff

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