Das ist die Bilanz vom Black Friday auf Mallorca

Im Stadtzentrum von Palma tummelten sich Scharen von Schnäppchenjägern. Der Einzelhandel bewertet den "schwarzen Freitag" weitgehend positiv

J.F. Mestre

Die Mehrheit der Einzelhändler auf Mallorca konnte am Freitagabend (26.11.) zufrieden sein: Es war ein guter Verkaufstag, dank des Black Friday. Seit einigen Jahren schon gibt es die Rabattaktion auf der Insel, und inzwischen ist sie zu einem Schlüsseldatum für den Handel geworden.

Dass sich an diesem "schwarzen Freitag" endlich wieder die Sonne zeigte, hat viele Menschen motiviert, sich zum Shopping auf die Straßen zu begeben: Insbesondere im Stadtzentrum von Palma de Mallorca tummelten sich Scharen von Schnäppchenjägern, um von den Rabatten zu profitieren und schon einmal ihre Geschenkeinkäufe für Weihnachten zu erledigen.

Weniger starke Rabatte für die Kunden

Der Handel auf der Insel erreichte dank des "schwarzen Freitags" fast das gleiche Umsatzniveau wie vor der Coronavirus-Pandemie. Zwar schafften es wenige Geschäfte, tatsächlich an die Zahlen von 2019 heranzukommen, aber im Hinblick auf die schwierigen Monate, die die Branche insbesondere im Jahr 2020 durchlebt hatte, zogen die Händler am Ende eine positive Bilanz der Kampagne.

Die diesjährigen Rabatte waren weit entfernt von den Sonderangeboten früherer Saisons, wo die Käufer mit bis zu 75 Prozent Ermäßigung angelockt wurden: Der Preisnachlass schwankte durchschnittlich zwischen 20 und 50 Prozent.

Der Sprecher von El Corte Inglés zeigte sich zufrieden mit den Verkaufszahlen am Black Friday und betonte dabei, dass das Kaufhaus schon die ganze Woche Angebote bereithielt, so dass die Kunden eher gestaffelt eingekauft hätten.

Die Bilanz der Einzelhändler

Pedro Mesquida, der die Händler der Einkaufsstraße Carrer Jaume II vertritt, freute sich zwar, dass die Aktion es geschafft hatte, die Menschen zum Einkaufen zu bewegen, bemängelte aber, dass die Umsätze noch nicht mit dem Vor-Pandemie-Niveau mithalten konnten.

Antoni Fuster vom Einzelhandelsverband Pimeco teilt diese Auffassung. Er erklärte aber, dass die Menschen am ersten Rabatt-Tag gewöhnlich zuerst die großen Kaufhäuser aufsuchen würden, um im Verlauf des Wochenendes dann in kleineren Geschäften einzukaufen.

Daher äußerte er die Hoffnung, dass die Zugkraft des Black Friday auch noch in den kommenden Tagen zu spüren sein werde und die Verkaufszahlen in die Höhe treibe. Laut Toni Gayà, dem Vorsitzenden des Einzelhandelsverbands Afedeco, würden davon nicht nur die Händler profitieren, sondern beispielsweise auch die Gastronomie. /bro