23. Juli 2019
23.07.2019

Orangen und Zitronen verfaulen tonnenweise auf Mallorca

Bei Kilopreisen von unter 25 Cent lohne sich für viele Landwirte die Ernte nicht, berichten Betroffene

23.07.2019 | 12:34
Jammerschade: Zitronen verfaulen unter den Bäumen im Tal von Sóller.

Der Anblick tut in der Seele weh: Während die Insel Billigobst aus fernen Ländern importiert, verfaulen auf Mallorca die Orangen und Zitronen tonnenweise an und unter den Bäumen. Schuld daran seien die niedrigen Preise und der fehlende Markt, klagen die Landwirte in dem für Zitrusfrüchte bekannten Tal von Sóller.

Dieses Jahr sei "ein echtes Desaster", meint Bartomeu Deyà, Landwirt in Sóller. "Es lohnt sich für uns nicht, die Bäume abzuernten", fügt er hinzu. Händler würden den Landwirten gerade einmal 20 bis 25 Cent pro Kilo zahlen. Der Aufwand sei unrentabel. Viele Bauern hätten in diesem Jahr entschieden, das Obst hängen und verfaulen zu lassen. Auch auf den Märkten würden sich die Orangen und Zitronen in diesem Jahr schlechter verkaufen, womöglich wegen rückgängiger Urlauberzahlen.

Trockenheit sorgt für schlechte Olivenernte

Das Geschäft mit dem Olivenöl werde die Situation dieses Jahr nicht verbessern. Aufgrund der Trockenheit stehe eine schlechte Ernte bevor. Während die Winzer auf einen guten Jahrgang hoffen, werde der Ertrag für die Ölbauern etwa nur die Hälfte der Ernte des Jahres 2017 erreichen. In Sóller, wo viele Landwirte auf Zitrusfrüchte und Oliven setzen, sei die Situation deshalb besonders angespannt. /tg

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