10. März 2020
10.03.2020

Coronavirus: Kreuzfahrtschiffe steuern Mallorca statt Italien an

Aufgrund des Coronavirus verzeichnet die Hafenbehörde in Palma Dutzende neue Anträge auf eine Anlegeerlaubnis. Nicht alle werde man akzeptieren können, sagt ein Sprecher. Die Zentralregierung verbietet indes die Imserso-Reisen spanischer Senioren

10.03.2020 | 15:30
Mehr Kreuzfahrtschiffe für Palma aufgrund des Coronavirus in Italien.

Mallorca wird aufgrund des Coronavirus in diesem Frühjahr noch deutlich mehr Kreuzfahrtschiffe empfangen als ohnehin schon. Zahlreiche Reedereien reagieren auf die dramatische Ausbreitung des Erregers in Italien und planen ihre Routen um.

Statt italienische Hafenstädte anzulaufen, fragen immer mehr Kreuzfahrtunternehmen die balearische Hafenbehörde APB, ob denn noch ein Plätzchen im Hafen von Palma frei sei, wie der Sprecher der APB, Raimond Jaume, der MZ bestätigte: „Wir haben bisher 40 zusätzliche Anträge auf eine Anlegeerlaubnis zwischen März und Juni bekommen." 250 Schiffe sollen regulär anlegen. Mit den 40 zusätzlichen entspricht das einer Steigung von 16 Prozent. Die meisten seien für die Monate April und Mai – einen Moment, in dem die Hauptsaison noch nicht in vollem Gange ist. 

Deshalb sieht es vor allem im April für die meisten Anträge gut aus. Allerdings werde jeder Antrag einzeln bearbeitet und beantwortet, sagte Jaume. „Wir werden sicher auch einige ablehnen müssen." Speziell ab Mitte, Ende Mai wird es im Hafen von Palma tendenziell voller. Jaume rechnet mit weiteren Anträgen in den kommenden Stunden und Tagen.

Die Reedereien legen normalerweise gerne in den italienischen Hafenstädten Genua, La Spezia, Civitavecchia bei Rom und Neapel an. Doch die dramatische Ausbreitung des Virus hat in Italien das Leben weitgehend lahmgelegt. Die Reise- und Versammlungsfreiheit sind eingeschränkt, die Sperrzone auf das ganze Land ausgeweitet. Inzwischen gibt es mehr als 9.000 Fälle, 463 Menschen sind am Virus bisher gestorben. Spanien hat die Flüge nach Italien ausgesetzt.

Abgesagt worden sind am Dienstagnachmittag auch alle Imserso-Reisen. Dabei handelt es sich um subventionierte Urlaubsangebote für spanische Senioren in den klassischen Touristengebieten des Landes. Die Zentralregierung in Madrid untersagte die Reisen, wie der Gesundheitsminister Salvador Illa nach dem Ministerrat in einer Pressekonferenz erklärte.

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