Schöne Aussichten für die Hoteliers auf Mallorca bewahren: So feierte der Umweltschutzverband Gob sein 50. Bestehen
Die Aktivisten feiern im Teatre Principal in Palma ihr 50. Jubiläum. Angesichts der aktuellen politischen Lage gibt man sich bemerkenswert ruhig

Der Schauspieler Toni Gomila führte gut gelaunt durch den Abend / Enrique Calvo
Vielleicht ist der erste Schock schon verdaut. Dennoch ist die Ruhe bemerkenswert, mit der der Umweltschutzverband Gob am Dienstag (11.7.) im Teatre Principal in Palma sein 50-jähriges Jubiläum gefeiert hat. Genug Gründe für Wut gäbe es schon. Die neue Balearen-Regierung hat das Umweltministerium abgeschafft und im Inselrat ist ein bekennender Leugner des Klimawandels Umweltbeauftragter. Doch davon ist über weite Teile der zweistündigen Veranstaltung nur indirekt die Rede. Stattdessen gibt es Späße vom Schauspieler Toni Gomila, der den Abend moderiert.
Es treten die Sängerin Aina Tramullas, der Folklore-Musiker Biel Majoral und die Popband Xanguito auf. Im Publikum sitzt kein einziger konservativer Politiker. Stattdessen sieht man einige Volksvertreter, die gerade aus der Politik ausgeschieden sind oder die sich nach acht Jahren an der Macht nun in der Opposition wiederfinden. Zwischen den musikalischen Beiträgen wird in erfreulich kurzen Portionen ein Blick auf die Erfolge in der Vergangenheit geworfen und ehemaligen Kameraden wie dem jüngst verschiedenen Mitgründer Jesús Jurado gedacht.
"Keinen einzigen Schritt zurück"
Nur gegen Ende nimmt Amadeu Corbera, der Vorsitzende des Verbands, die aktuelle politische Situation direkt auf. „Es kommen schwierige Zeiten auf uns zu.“ Aber andererseits habe man noch nie wirklich leichte Zeiten gehabt. Man sei dafür da, das kritische Denken zu fördern. Corbera reckt seine Faust in die Höhe. „Wir werden keinen einzigen Schritt zurückgehen.“
Zum Abschluss darf dann noch einmal Toni Gomila auf die Bühne. Er bittet darum, möglichst viele neue Mitglieder zu werben. Und er liefert gleich noch ein Argument mit: „Wenn es die Arbeit des Gob nicht gäbe, könnten die Hoteliers keine Fotos von schönen Buchten auf ihre Website stellen. Dann müssten sie Bilder von ihren eigenen Hotels verwenden.“ Und das könne ja nun wirklich keiner wollen.
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