22. Januar 2021
22.01.2021
Mallorca Zeitung

Strengere Einreise-Regeln bei Flügen Mallorca-Deutschland in Kraft

Erklärung von Spanien zum "Hochrisikogebiet": Jetzt muss schon bei der Einreise in Deutschland ein Negativ-Test vorgewiesen werden. Welche Tests gelten und wo Sie auf der Insel PCR- und Schnelltests vornehmen lassen können

22.01.2021 | 09:12
Kaum Betrieb herrscht diesen Winter am Flughafen von Palma.

Die deutsche Bundesregierung hat Spanien und damit auch Mallorca zum "Hochrisikogebiet" erklärt. Seit Sonntag (24.1.) gelten verschärfte Einreisebeschränkungen.

Die strengeren Regeln bei der Einreise nach Deutschland gelten für mehr als 20 Länder mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen. Zu diesen Hochrisikogebieten zählen das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA. Wer von dort einreisen will, muss an der Grenze einen negativen Corona-Test vorweisen können - nach Informationen der deutschen Presseagentur gelten " PCR-Tests sowie Labor- oder Schnelltests vergleichbarer Qualität".

Was das konkret heißt, erklärt das Robert-Koch-Institut:

  • "Negative Testergebnisse dürfen bei Einreise nicht älter als 48 Stunden sein. Bitte prüfen Sie die Quarantäneverordnungen des für Sie zuständigen Bundeslandes auf etwaige Abweichungen."
  • PCR-Tests würden derzeit grundsätzlich aus allen Staaten der Europäischen Union akzeptiert.
  • "Antigen-Teste zum direkten Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 werden grundsätzlich aus allen Ländern anerkannt, sofern sie die von der WHO empfohlenen Mindestkriterien für die Güte von SARS-CoV-2-Ag-Schnellteste erfüllen. Hierzu zählen Teste, die eine Sensivität von 80% oder darüber sowie eine Spezifität von 97 Prozent oder darüber erreichen, verglichen mit PCR-Tests."
  • Für den Abgleich der Mindestkriterien durch die zuständigen Gesundheitsbehörden müssten zudem Angaben zum Hersteller des Antigen-Tests auf dem Testzertifikat ersichtlich sein.
  • Externer Link des Dokuments: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html
Bisher hatte die Bundesregierung bei der Einreise zwischen Gebieten mit besonders ansteckenden Virusvarianten und normalen Risikogebieten unterschieden. Seit Sonntag um Mitternacht gibt es drei Kategorien mit unterschiedlichen Test- und Quarantäneregeln:
 
- "Normale" Risikogebiete: Das sind Länder oder Regionen über einem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. 
 
- Hochinzidenzgebiete: Das sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als in Deutschland. Dazu zählen in der Regel die Länder mit einem Inzidenzwert über 200. In Deutschland liegt die Inzidenz derzeit bei 115, auf den Balearen bei 309, in Gesamtspanien sogar bei 401.  (Die täglich aktualisierten Corona-Zahlen für Mallorca lesen Sie hier).
 
- Virusvarianten-Gebiete: Das sind Gebiete, in denen hochansteckende Varianten des Coronavirus aufgetreten sind. Bisher fallen Großbritannien, Irland, Südafrika und Brasilien in diese Kategorie.
 
Bei der Einreise aus Ländern aller drei Kategorien muss man sich vor der Einreise zudem online unter einreiseanmeldung.de anmelden.
 
Während Reisende aus "normalen" Risikogebieten sich spätestens 48 Stunden nach der Einreise in Deutschland auf Corona testen lassen müssen, müssen Rückkehrer aus Hochrisikogebieten sich bereits höchstens 48 Stunden vor der Einreise testen lassen. Die Bundesländer können zudem die Ausnahmeregeln bezüglich der 10-Tages-Pflichtquarantäne einschränken, die derzeit für einige Reisende gelten. Wie MZ-Leser berichten, werden bei der Ankunft in Deutschland inzwischen die Tests von der Bundespolizei streng kontrolliert. 

Dass Reisen zwischen Deutschland und Mallorca in den kommenden Wochen noch komplizierter werden könnten, zeichnete sich bereits am Donnerstagabend (21.1.) ab, als die europäischen Staats- und Regierungschefs weitere Reisebeschränkungen erwogen, vor allem um die Ausbreitung der neuen Mutationen des Coronavirus aufzuhalten.  Keine Option ist nach Worten des EU-Ratschefs Charles Michel eine erneute Grenzschließung wie im ersten Corona-Höhepunkt im Frühjahr 2020. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bereits vor dem Gipfel für eine engere Kooperation mit den EU-Staaten geworben. Sie schloss allerdings auch erneute Grenzkontrollen in Deutschland nicht komplett aus. "Wenn ein Land mit einer vielleicht doppelt so hohen Inzidenz wie Deutschland alle Geschäfte aufmacht, während sie bei uns noch geschlossen sind, dann hat man natürlich ein Problem", sagte sie in Berlin. Ob Merkel dabei bestimmte Länder im Auge hatte, ist unklar. In Spanien allerdings, das derzeit eine mehr als doppelt so hohe Inzidenz wie Deutschland aufweist, sind die meisten Geschäfte derzeit geöffnet.    /sm/jk

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