Palma bekommt ein weiteres Fünf-Sterne-Boutiquehotel. Beim nun in Hotel Portella umbenannten Gebäude handelt es sich um einen Stadtpalast aus dem 17. Jahrhundert. Im 20. Jahrhundert war es das Wohnhaus des renommierten Malers Joaquim Torrents Lladó, der für seine Portraits bekannt war. Neun Jahre nach dessen Tod im Jahr 1993 wurde es in ein Museum umgewandelt.

Das neue Gästehaus im Carrer Portella in der Altstadt verfügt über 14 Zimmer, die vom Pariser Inneneinrichtungs-Studio Festen und dem bekannten mallorquinischen Architekturbüro Gras Reynés gestaltet wurden. Manche der Zimmer können zu großräumigen Suiten zusammengelegt werden, die teilweise über eine Küche verfügen. Von der Dachterrasse aus haben die Gäste einen Blick auf die Kathedrale von Palma.

Innenansicht des Hotels Portella in Palma. DM

Zusammenarbeit mit Kunsthandwerkern der Insel

Wie bei jedem anderen neu entstandenen Hotel auf der Insel in den vergangenen Jahren, legen auch die neuen Betreiber des Hotel Portella Wert darauf zu betonen, dass sie möglichst viele Originalelemente des Gebäudes bewahrt haben, darunter die Fensterläden und die Keramikgitter in den Belüftungsschächten. Auch die Zusammenarbeit mit Kunsthandwerkern der Insel bei der Gestaltung des Innendesigns wird in den Mittelpunkt gestellt. Darüber hinaus heißt es, dass die Faktoren Raum, Licht und Funktionalität von besonderer Bedeutung gewesen seien.

Das neue Hotel befindet sich in Besitz der Familie Miró-Sans, die die geschichtsträchtige Immobilie vor rund sieben Jahren erstand. Das Haus soll in Zukunft von Enrique Miró-Sans geführt werden, dessen Schwester Inés sich mit der Casa Bonay in Barcelona einen Namen im Bereich der Boutique-Hotels gemacht hat. Wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet, soll die Familie weitere Hotelprojekte bereits in Planung haben.

Das kostet eine Nacht

Laut der Website kostet ein Zimmer in dem neuen Haus derzeit rund 300 Euro pro Nacht. In den Sommermonaten geht der Preis nach derzeitigem Stand auf 375 Euro hoch.