Ein Gericht in Palma hat am Dienstag (28.11.) zwei Diebe auf Mallorca zu einer je zweijährigen Haftstrafe verurteilt. Sie überfielen mit zwei weiteren Komplizen im August 2021 eine Gruppe deutscher Urlauber am Strand, zockten sie anschließend noch ab und attackierten sie.

Die Diebesbande bestand aus vier Mitgliedern, zwei davon waren zum Zeitpunkt der Tat jedoch minderjährig. In der Nacht auf den 11. August trafen sie am Strand in Porto Cristo, im Osten Mallorcas, auf eine Gruppe Urlauber, die ein Nachtbad im Meer nahm. Sie nutzten aus, dass die Deutschen ihre Sachen ohne Aufsicht im Sand zurückließen und entwendeten sie.

Urlauber sprachen die Diebe an

Als die Urlauber aus dem Wasser kamen, fragten sie die Diebesbande, ohne zu wissen, dass die die Schuldigen sind, ob sie etwas beobachtet hätten. Die Gauner meinten, sie wüssten, wo die Sachen sind und würden die Information für 150 Euro teilen.

Da die Deutschen zu dem Zeitpunkt keinen Geldbeutel hatten, lehnten sie ab. Danach kam es zum Streit und die Diebesband attackierte die Urlauber und schlug auf sie ein. Die Touristen flüchteten sich in ihre Ferienunterkunft. Dort steckte einer der Deutschen den Dieben ein paar Scheine zu, um in Ruhe gelassen zu werden. Den Gaunern war das eigentlich zu wenig, doch das Opfer schaffte es, die Tür zu verbarrikadieren und die Polizei zu alarmieren.

Vorbestrafter Dieb muss ins Gefängnis

Die Polizisten nahmen die vier Diebe am Tag darauf fest. Die zwei volljährigen Mitglieder standen nun vor Gericht, die zwei minderjährigen Diebe kamen um den Prozess herum. Der Richter legte eine Haftstrafe von zwei Jahren fest. Das ist normalerweise in Spanien die Grenze, bis zu der eine Strafe auf Bewährung ausgesetzt wird. Da einer der jungen Männer vorbestraft war, muss er ins Gefängnis. Der andere hatte eine weiße Weste und kommt auf Bewährung frei.