26. März 2018
26.03.2018

Protest auch auf Mallorca gegen Festnahme von Puigdemont in Deutschland

Für Montagabend (26.3.) wurde zu einer Kundgebung vor der Delegation der Zentralregierung aufgerufen

27.03.2018 | 08:28
Protestaufruf in den sozialen Netzwerken.

Der Protest gegen die Festnahme des früheren katalanischen Ministerpräsidenten Carles Puigdemont schwappt auch nach Mallorca. Befürworter einer Loslösung Kataloniens von Spanien haben für Montag (26.3.) zu einer Demonstration in Palma de Mallorca aufgerufen.

Die Kundgebung soll ab 19.30 Uhr vor der Delegation der spanischen Zentralregierung auf den Balearen stattfinden. Hinter dem Aufruf steht die Initiative CDR (Comité de Defensa de la República). Die Aktion steht unter dem Motto "Brechen wir die Ketten der Repression auf".

Die deutsche Bundespolizei hatte Puigdemont am Sonntagvormittag (25.3.) festgenommen. Der Politiker, der sich seit Oktober hauptsächlich in Belgien aufhielt, sei festgenommen worden, als er in einem Auto von Dänemark aus über die A-7 die Grenze überquerte. Der Oberste Spanische Gerichtshof hatte am Samstag (24.3.) den zwischenzeitlich ausgesetzten internationalen Haftbefehl gegen Puigdemont erneut erlassen. Der Unabhängigkeitsbefürworter hielt sich zu diesem Zeitpunkt in Finnland auf, hatte das Land aber dennoch verlassen können.

Unklar ist, wie sich die Parteien des linken Parteienspektrums zu Wort melden werden. Die linksökologische Regionalpartei Més per Mallorca, die Vereinigte Linke (Esquerra) und die Linkspartei Podemos ziehen ebenfalls eine Kundgebung in Erwägung, wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet. Am Sonntag hatten bereits rund 200 Personen in Manacor gegen die Festnahme Puigdemonts protestiert.

David Abril, Sprecher von Més im Balearen-Parlament, bezeichnete es bei einer Pressekonferenz als nicht akzeptabel, dass vom Volk gewählte Politiker eingesperrt würden, und erklärte sich solidarisch mit den "politischen Gefangenen". Auf dem Spiel stünden die Demokratie, die Menschenrechte und die Meinungsfreiheit. Die Sprecherin der oppositionellen Volkspartei (PP), Marga Prohens, äußerte dagegen ihren "Respekt" vor der Justiz, deren Entscheidungen müsse man akzeptieren, ob sie einem gefallen oder nicht.

Bereits am Sonntag protestierten Unabhängigkeitsbefürworter in Barcelona gegen die Festnahme von Puigdemont. Dabei kam es zu Ausschreitungen, rund ein Dutzend Personen wurde festgenommen. /ff

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