Palma de Mallorca bereitet sich auf "explosionsartige" Mückenplage im Stadtgebiet vor
Das Vorkommen der Gemeinen Stechmücke könnte sich in den kommenden Wochen "explosionsartig" vergrößern, befürchten Experten

Ein Hubschrauber streut auf einem Archivbild Mückenbekämpfungsmittel über dem Feuchtgebiet Pla de Sant Jordi. / Galan
Josep Capó
Wegen der im Herbst üblichen Regenfälle fürchtet die Stadtverwaltung von Palma de Mallorca eine regelrechte "explosionsartige Verbreitung" von Mücken im Stadtgebiet. Vor allem im Feuchtgebiet Pla de Sant Jordi im Hinterland, sowie an der Playa de Palma bereitet man sich nun auf eine Offensive vor, die bei Bedarf die ungehinderte Verbreitung der Stechinsekten unterbinden soll. Zum Einsatz kommen dann auch Hubschrauber oder Flugzeuge, die aus der Luft pulverisierte Mückenbekämpfungsmittel streuen sollen.
Noch sei es nicht notwendig gewesen, Maßnahmen zu ergreifen, die über die routinemäßigen Kontrollen und Präventivmaßnahmen hinausgehen. Allerdings zeichne sich bereits ab, dass nach den Regenfällen der vergangenen Woche und aufgrund der für Oktober hohen Temperaturen viele Larven in stillstehenden Gewässern zu finden sind, die bald zu einem deutlichen Anstieg der Population der Gemeinen Stechmücke (Culex pipiens) führen könnten. Man versuche nun, so viele Larven wie möglich zu beseitigen, da dies mit deutlich weniger Aufwand verbunden ist, als per Flugzeug gegen die erwachsenen Mücken vorzugehen.
Hitzesommer verschiebt die Mückensaison
Dass sich die Hochphase der Mücken in diesem Jahr nach hinten verschiebt, ist auch an den Beschwerden abzulesen, die bisher beim Rathaus von Palma de Mallorca eingingen. Bis zum 13. September erreichten die Stadtverwaltung 115 Beschwerden - im Jahr 2017 waren es in dieser Zeit fast 300. Grund dafür war in diesem Jahr die langanhaltende Hitze, die auch die Mücken träge macht. Erst jetzt, wo es langsam kühler, aber immer noch mild ist, werden die Stechmücken wieder so richtig aktiv und pflanzen sich vermehrt fort.
Sorgen macht den Schädlingsbekämpfern des Rathauses auch die Verbreitung der Tigermücke (Aedes albopictus), da diese sich zum Larven am wohlsten in kleinen, stehenden Wassermengen wie Blumenuntertöpfen fühlt. Die Bevölkerung ist deshalb dazu aufgerufen, kontinuierlich darauf zu achten, dass solche Wasservorkommen möglichst beseitigt werden. /somo
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