Eine auf Mallorca gestartete Ryanair-Maschine nach Dortmund hat am Sonntag (12.11.) gegen 15.35 Uhr am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) notlanden müssen, wo erst tags zuvor eine ähnliche Situation geübt worden war. Hintergrund der Notlandung war laut Medienberichten, dass die Piloten beim Anflug auf den Flughafen Dortmund ein Problem mit den Landeklappen festgestellt hatten. Sie entschieden sich deswegen dazu, bis nach Münster/Osnabrück weiterzufliegen, wo die Landebahn an die 200 Meter länger ist.

Der Ryanair-Flug FR2037 war um 12.51 Uhr mit leichter Verspätung und 181 Passagieren an Bord in Palma gestartet und sollte eigentlich um 15.10 Uhr in Dortmund landen. Laut dem "Westfälischen Anzeiger" (wa.de) soll die Boeing 737-800 den Flughafen Dortmund zweimal überflogen haben, als die Piloten das Problem feststellten. Auch der Tower habe bestätigt, dass die Landeklappen nicht ausgefahren waren.

Die Flugroute der in Dortmund notgelandeten Ryanair-Maschine. Flightradar 24

In Münster kam es dann zu einer sogenannten Highspeed-Landung mit deutlich höherer Geschwindigkeit als üblich. Zum Bremsen und Ausrollen wird dafür eine längere Landebahn benötigt. Nicht ganz ungefährlich sind solche Landungen, weil sich die Radbremsen stark erhitzen und im schlimmsten Fall einen Reifenbrand auslösen können.

Daher sei am Flughafen Großalarm ausgelöst worden, wie der "WestfälischeAnzeiger" schreibt. Nach Angaben der Feuerwehr im Kreis Steinfurt waren mehr als 600 Mitarbeiter der Flughafenfeuerwehr, der Feuerwehr und der Rettungsdienste auf den Beinen, als die Maschine gegen 15.35 Uhr landete.

Passagiere wurden mit Bussen zum Flughafen Dortmund gebracht

Abgesehen vom Kühlen der Bremsen mit Luft, hätten die Einsatzkräfte dann aber glücklicherweise nicht eingreifen müssen. Die Passagiere konnten die Maschine normal über die Treppen verlassen und wurden im Anschluss mit Bussen zum Flughafen Dortmund gefahren.

Tags zuvor war ein "Notfall" nicht ganz so glimpflich abgelaufen: Simuliert wurde, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" schreibt, "wie ein Flugzeug vom Typ Airbus A320 mit 114 Fluggästen an Bord aufgrund von Hydraulikproblemen bei der Landung von der Landebahn abkam, auf der Grasnarbe liegenblieb und das linke Triebwerk auch noch in Brand geriet. Rund die Hälfte der Passagiere wurden im Übungsszenario verletzt, vier kamen ums Leben." An der Übung waren 700 Personen beteiligt.