Die Maskenpflicht in den Gesundheitszentren und Krankenhäusern auf Mallorca wird am Freitag (2.2.) wieder abgeschafft. Das gab die balearische Gesundheitsministerin Manuela García am Donnerstag bekannt. Die konservative Politikerin, die nicht gerade als Freundin der Maskenpflicht gilt, erklärte auf einer Pressekonferenz, dass der Gesichtsschutz weiterhin für Personen mit Atemwegserkrankungen empfohlen sei.

So entwickeln sich die Infektionszahlen

Die Aufhebung der Pflicht wird dadurch möglich, dass die Infektionsrate von diesen Krankheiten seit zwei Wochen auf den Balearen rückläufig ist. Dies hatte das spanische Gesundheitsministerium zur Bedingung für das Ende der Maßnahme gemacht. Derzeit liegt die Rate bei 231 Neuerkrankten auf 100.000 Einwohner (242 in der Woche zuvor). Die Infektionsrate der Grippe fiel innerhalb einer Woche deutlich von 109 Fällen pro 100.000 Einwohner auf 60 Fälle. Das Synzytial-Virus, das bei Kindern Bronchiolitis auslöst, ging ebenfalls zurück und liegt nun bei 6 Fällen auf 100.000 Einwohnern.

Die Generaldirektorin für Gesundheit, Elena Esteban, die ebenfalls auf der Pressekonferenz anwesend war, erklärte, die hohen Temperaturen seien ein wesentlicher Faktor für die positive Entwicklung auf Mallorca und den Nachbarinseln.

Wenig Interesse an Grippekampagne

Weniger erfolgreich als der Rückgang der Infektionszahlen lief derweil die Grippeimpfung in den vergangenen Wochen. Statt der von der Weltgesundheitsbehörde empfohlenen 75 Prozent der Bevölkerung hätten sich nur 22,7 Prozent der Inselbewohner für die Impfung entschieden. Man bereite deshalb schon jetzt die Kampagne für den kommenden Winter vor. Zu den Maßnahmen gehört unter anderem, dass man keinen Termin mehr für die Impfung machen muss. Auch in den Schulen soll, nach schriftlicher Erlaubnis der Eltern, geimpft werden.

Die Maskenpflicht war spanienweit am 11. Januar wiedereingeführt worden. Während die konservative Balearen-Regierung sich gegen die Maßnahme positionierte, auch weil sie sie als Eingriff in ihre Befugnisse empfanden, begrüßten Ärzte und Medizinerverbände das Tragen des Mund- und Nasenschutzes.