Für die Zukunft des Kult-Imbiss "Alaska" im Zentrum von Palma sieht es düster aus: Die Stadträtin öffentliche Verwaltung und Inneres, Mercedes Celeste, sagte am Mittwoch (29.11.) bei einer Versammlung des Denkmalschutzverbands Arca, dass man den Kiosk wegen der seit 2008 ausgelaufenen Lizenz in der jetzigen Form nicht erhalten könne. Man müsse fair gegenüber anderen Geschäften sein, die die Vorschriften erfüllen. Nachdem zu Beginn des Monats erneut Proteste gegen eine Schließung des seit fast 90 Jahren bestehenden Imbisses laut wurden, hatten sich knapp 3.000 Mallorquiner mit einer Unterschriftenaktion für dessen Erhalt ausgesprochen.

Ausnahmen für Alaska müssen ein Ende haben

Der Verein Arca setzt sich unter anderem für die Wiederbelebung von Altstadtzentren ein. Thematisiert wurde am Mittwoch auch die Zukunft der Zeitungskioske, Blumenstände, Parks und der Stände an der Treppe, die vom Carrer Unió hoch zur Plaça Major führt. Spätestens 2024 sollen die Händler mit mit einer verbindlichen Entscheidung rechnen können. Fest steht schon jetzt, dass für die nicht rentablen Zeitungskioske andere Produkte und Dienstleistungen gefunden werden sollen, die man mit Zeitungsverkauf kombinieren könne.

Umbaumaßnahmen geplant, aber nichts ist konkret

Für die anderen Geschäfte wolle man eine "harmonische Umgestaltung" und eine regelmäßigere Pflege der umliegenden Bereiche, so Mercedes Celeste. Womöglich werden die Konzessionen neu ausgeschrieben und an einen anderen Betreiber vergeben, heißt es am Mittwoch. Konkrete Pläne stünden noch nicht fest. Da auch in der Einkaufsgalerie unter der Plaça Major die Lizenz der meisten Geschäfte ausgelaufen war und die Betreiber "ihre Schlüssel abgeben" mussten, sei es nicht vertretbar, dass einige Meter weiter die Bar Alaska weiter öffnen darf, so die Stadträtin. /dise