Spanien legt als erstes Land Vorschlag für EU-Strommarkt-Reform vor
Zu den Schlüsselpunkten gehören die Entwicklung der erneuerbaren Energien, größere Versorgungssicherheit, erschwingliche Verbraucherpreise sowie eine Senkung "der zum Teil riesigen Preisvolatilität"

Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien / Foto: Paul White/AP/dpa
dpa
Spanien hat der Europäischen Union einen Vorschlag für die angekündigte weitreichende Reform des europäischen Strommarktes zukommen lassen. Die Schlüsselpunkte der von der linken Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez vorgeschlagenen Reform seien die Entwicklung der erneuerbaren Energien, größere Versorgungssicherheit, erschwingliche Verbraucherpreise sowie eine Senkung "der zum Teil riesigen Preisvolatilität", wie das Ministerium für Ökologischen Wandel am Dienstag (10.1.) in Madrid mitteilte. Nach Medienberichten ist Spanien das erste Land, das einen Vorschlag unterbreitet.
Der Vorschlag, der am Dienstag auf der wöchentlichen Sitzung des spanischen Ministerrates gebilligt wurde, zielt darauf, den Strompreis zum Teil vom Gaspreis zu entkoppeln, damit auch die Verbraucher von den günstigeren Kosten der erneuerbaren Energien profitieren. Dazu soll der Markt in zwei Teile geteilt werden. Erneuerbare Träger sollen aus dem sogenannten Day-Ahead-Markt, an dem der Strom für den folgenden Tag gehandelt wird, herausgenommen werden. Sie sollen in einem neuen Terminmarkt gehandelt werden.
Verlängerung der Strompreisdeckelung
Madrid teilte auch mit, man werde in Brüssel eine Verlängerung der ausgehandelten Strompreisdeckelung bis Ende 2024 beantragen. Diese vorerst bis Ende Mai für Spanien und Portugal geltende Regelung legt die Obergrenze bei 45 bis 50 Euro pro Megawattstunde fest.
Die Strommarktreform war angesichts der auch im Zuge des Ukraine-Krieges stark steigenden Energiepreise im Sommer vorigen Jahres von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigt worden. Die Kommission will noch in den ersten Monaten des Jahres einen Reformvorschlag vorlegen.
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