EU-Gelder für den Abriss alter Hotels: Diese Anlagen sind auf Mallorca betroffen
Die Aktionen sind Teil einer Ausschreibung der Landesregierung, die mit EU-Mitteln unter anderem den Strukturwandel fördern soll

Apartmentanlage Topaz in Cales de Mallorca. / DM
Die balearische Landesregierung verwendet EU-Fördergelder in Höhe von 12 Millionen Euro, um leerstehende Hotels auf Mallorca zu erwerben und abzureißen. Betroffen sind das Hotel Teix in Magaluf, das Hostal Colom in Peguera, die Apartmentanlage Topaz in Cales de Mallorca sowie ein weiteres Hotel in Sant Antoni, auf Mallorcas Nachbarinsel Ibiza. Auf den Grundstücken sollen anschließend Grünzonen oder öffentliche Einrichtungen entstehen, beispielsweise Kulturzentren.
Die Projekte sind Teil einer Initiative, mit der die Gemeinden auf Mallorca sowie die Inselräte unter anderem in die Jahre gekommene Tourismuszonen modernisieren und umgestalten sollen, auch vor dem Hintergrund der Debatte um die Grenzen des Massentourismus auf den Balearen. In einer Ausschreibung stellte die Landesregierung für derlei Projekte Mittel in Höhe von 60,5 Millionen Euro zur Verfügung, die aus den Next-Generation-Fonds der Europäischen Union stammen. Aus mehr als 300 eingegangenen Einträgen wurden 49 Projekte ausgewählt, darunter die Abrissvorhaben.
Um diese Hotels geht es
So hatte die Großgemeinde Calvià im Südwesten von Mallorca Gelder in Höhe von 12 Millionen Euro beantragt, einen Teil davon für den Abriss zweier Hotels. Auf diese Weise entstehe Platz unter anderem für neue Grünflächen. Das Hotel Teix in Magaluf, in unmittelbarer Nähe der Party-Hochburg Punta Ballena, wurde 1963 erbaut und steht bereits einige Jahre leer. Das Grundstück misst rund 2.500 Quadratmeter. Der Erwerb und der Abriss sollen 4,2 Millionen Euro kosten. Der Rückbau des Hostals Colom in Peguera schlägt voraussichtlich mit 1,2 Millionen Euro zu Buche. Im Fall der Apartmentanlage Topaz in Cales de Mallorca sind 4,8 Millionen Euro veranschlagt.

Hotel Teix / Ajuntament Calvià
Frist bis Jahresende
Die Hilfen konnten zwischen Ende Dezember und Ende Januar beantragt werden. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der beantragten Next-Generation-Subventionen ist unter anderem, dass die Investitionen bis Jahresende getätigt sein müssen. Die Abrissarbeiten sollen deswegen umgehend nach Ende der diesjährigen touristischen Hauptsaison beginnen.
Die Next-Generation-Fonds hatte die EU nach der Pandemie aufgelegt, um den Regionen beim nötigen Strukturwandel hin zu mehr Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit zu helfen. Die Hilfen entsprechen theoretisch Investitionen in Höhe von weit mehr als einer Milliarde Euro auf den Balearen – so denn alles klappt, also etwa die Fristen für die Umsetzung eingehalten werden.
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