Meinung
Die Stadt Palma im Wandel: Lebensqualität ist etwas anderes
Palma hat sicherlich schöne Seiten. Aber wirklich lebenswert wird die Stadt durch den zunehmenden Luxus nicht, findet Patrick Schirmer Sastre

Wohnungen in der Altstadt von Palma de Mallorca. / Foto: Bendgens
Im Grunde hätte man es schon 2015 wissen müssen. Damals kürte „The Sunday Times“ Palma zur lebenswertesten Stadt der Welt – so etwas würde selbst dem widerstandsfähigsten gallischen Dorf den Todesstoß versetzen. Denn so eine „Ehre“ lockt eine potenziell toxische Art von Menschen an: viel Geld, wenig Fantasie, null Gemeinsinn.
Und sicherlich: Es existiert die malerische Altstadt, die Nähe zum Meer, die internationale Gastronomie. Was wie oberflächliches Blabla von Immobilienmaklern und TikTokern wirkt, ist Teil der Erfahrung, in dieser Stadt zu leben. Und darüber beschweren wird sich auch niemand. Doch Lebensqualität ist etwas anderes.
Was bedeutet Lebensqualität?
Lebensqualität bedeutet etwa, dass man eine andere Wohnung finden kann, wenn es einem nicht mehr dort passt, wo man wohnt. Lebensqualität bedeutet, dass man ein Getränk in einer Bar nehmen kann, ohne dass ein ganzer Stundenlohn dafür draufgeht. Lebensqualität bedeutet, dass eine neue Fußgängerzone dazu führt, dass man auf der Straße spielen kann, nicht, dass man wegziehen muss, weil die Preise explodieren.

Shopping in der Altstadt von Palma. / B.RAMON
Lebensqualität bedeutet, dass man Nachbarn hat, die man kennt, weil sie länger bleiben, weil sie sich einbringen. Lebensqualität bedeutet, dass die Geschäfte in einer Stadt auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet sind. Immer wieder wird davor gewarnt, Palma verwandele sich in einen Freizeitpark. Aber das stimmt nicht ganz. Vielmehr wird die Stadt zum Einkaufszentrum, zur Shopping Mall – in einem Flughafen. Ein Nicht-Ort. Wird man das noch aufhalten können? Schwierig. Viele ärgern sich, aber es gibt zu wenig Wut.
Básicamente, deberíamos haberlo sabido allá por 2015, cuando „The Times“ nombró a Palma la ciudad más habitable del mundo, algo que asestaría un golpe mortal incluso al pueblo galo más resistente. Porque tal „honor“ atrae a un tipo de gente potencialmente tóxico: mucho dinero, poca imaginación, cero sentido común.
Ciertamente, existe el pintoresco casco antiguo, la proximidad del mar, la gastronomía internacional. Lo que parece palabrería superficial de agentes inmobiliarios y tiktokers forma parte de la experiencia de vivir en esta ciudad. Y nadie se quejará de ello. Pero la calidad de vida es otra cosa.
Calidad de vida significa, por ejemplo, que puedas encontrar otro piso si ya no te gusta donde vives. Calidad de vida significa que puedas tomarte una copa en un bar sin tener que pagar una hora entera de sueldo por ello. Calidad de vida significa que una nueva zona peatonal permita jugar en la calle, no que tengas que mudarte porque suben los precios. Calidad de vida significa tener vecinos a los que conoces, porque se quedan más tiempo, porque se implican. Calidad de vida significa que los comercios de una ciudad estén orientados a las necesidades de la gente.
Algunos advierten que Palma se está convirtiendo en un parque temático. Pero eso no es del todo cierto. La ciudad se está convirtiendo más bien en un centro comercial, en un shopping mall – dentro de un aeropuerto. Un no-lugar. ¿Será posible detener esto? Difícil. Mucha gente está enfadada, pero hay demasiado poca rabia.
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