Überraschende Wende im Fall der Wohnungsbesitzer, die eine Gruppe Hausbesitzer vorgefunden haben wollen. Wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca am Freitagnachmittag (17.11.) berichtet, soll sich der Vorfall ganz anders abgespielt haben als bislang gedacht.

Ursprünglich hieß es, die drei Personen hätten am Donnerstag (16.11.) ihre jüngst erworbene Wohnung betreten und dort eine Familie vorgefunden, die diese besetzt hatte. Daraufhin seien die Hausbesetzer aggressiv geworden und hätten die Eigentümer mit Messern und Schlagstöcken bedroht.

So soll es tatsächlich abgelaufen sein

Nun die Wende: Demnach habe es sich um Einbrecher gehandelt, wie eine der Frauen berichtet, die zu den angeblichen Hausbesetzern gehört. Sie behauptet, die Wohnung gehöre einer Bank. Die Bewohner zahlten eine kleine Miete und seien auch auf die Adresse gemeldet. Zum Zeitpunkt des Vorfalls sei die 13-jährige Tochter der Familie allein zuhause gewesen.

Plötzlich hätten drei Personen, zwei Männer und eine Frau, die Tür eingetreten, hätten dem Mädchen gesagt, sie seien die neuen Eigentümer und hätten die Wohnung durchwühlt.

3.000 Euro entwendet

Als die Mutter mit den anderen beiden Kindern nach Hause kam, hätten die drei Personen ihr gesagt, sie solle verschwinden. Sie hätten ein Messer gefunden und die Familie damit bedroht. Zudem hätten sie rund 3.000 Euro in Bargeld eingesteckt. Die Mutter rief die Polizei, die mit 30 Einsatzkräften versuchte, das Ganze aufzuklären. Im Zuge des Einsatzes kam es auf der Straße zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Schaulustigen und den Beamten, neun Personen wurden verhaftet. Derweil führte die Polizei die drei angeblichen Hausbesitzer vom Ort des Geschehens weg.

Am Freitag wurden die Festgenommenen dem Haftrichter vorgeführt. Keiner von ihnen ist polizeibekannt. Sie wurden ohne Auflagen entlassen. Die Nationalpolizei ermittelt nun, was genau in der Wohnung geschehen ist und wer die tatsächlichen Eigentümer sind.

Rund 30 Beamte der National- und Ortspolizei waren im Einsatz. B. Ramon

Das ist Pere Garau

Das Viertel Pere Garau befindet sich fußläufig von der Altstadt entfernt und ist ein klassisches Einwandererviertel, das sich durch seinen Multi-Kulti-Charme auszeichnet. In den vergangenen Jahren hat hier ein Gentrifizierungs-Prozess eingesetzt. Zu der Aufwertung des Quartiers hat auch die Umwandlung des Carrers Nuredduna in eine Fußgängerzone beigetragen./pss