Eine weitere Politikerin von Mallorca bekommt einen hochrangigen Posten in Madrid: Die ehemalige Bürgermeisterin von Palma (2007-2011), Aina Calvo, tritt den Posten als Staatssekretärin für Gleichberechtigung an. Neben Parlamentspräsidentin Francina Armengol und der Staatssekretärin für Tourismus, Rosana Morillo, ist Calvo damit die dritte Balearen-Politikerin, die in dieser Legislaturperiode eine wichtige Rolle spielt.

Angesichts der Bedeutung, die das Thema Gleichberechtigung in den vergangenen Monaten durch die Debatte um das neue Sexualstrafrecht bekommen hat, dürfte Calvo eine ebenso schwierige wie medienwirksame Aufgabe bevorstehen. Es ist davon auszugehen, dass gerade die Rechtsextremen sowie Teile der Konservativen sie ins Visier nehmen. In ihr Ressort fallen unter anderem die Generaldirektion für den Kampf gegen die geschlechterspezifische Gewalt, die Generaldirektion für Gleichberechtigung, Nichtdiskriminierung und den Kampf gegen Rassismus sowie die Generaldirektion für eine echte Gleichberechtigung der LGTBI+-Community.

Erfahrung auf höchster Ebene

Es ist nicht das erste Mal, dass die 54-Jährige einen hochrangigen Posten in der Hauptstadt bekleidet. Von 2018 bis 2020 war sie Leiterin der Staatlichen Agentur für Entwicklungshilfe. Seit Februar 2020 bekleidete sie dann in Palma das Amt der Leiterin der Ständigen Vertretung der Zentralregierung auf den Balearen.

Nachfolger dürfte nun Alfonso Rodríguez werden, allerdings ist die Nominierung des ehemaligen Bürgermeisters von Calvià noch nicht bestätigt. Außenseiterchancen werden Medienberichten zufolge auch dem Ex-Bürgermeister von Marratxí, Miquel Cabot, eingeräumt.

Das passiert mit den anderen Balearen-Politikern

Die Hoteliers auf Mallorca haben derweil erfreut zur Kenntnis genommen, dass Rosana Morillo als Staatssekretärin für Tourismus im Amt bestätigt wurde. Die ehemalige Hoteldirektorin war Generaldirektorin für Tourismus in der vergangenen Linksregierung auf den Balearen, bevor sie im Dezember 2022 nach Madrid berufen wurde. Sie gilt als absolute Fachfrau auf ihrem Gebiet.

Und auch ein anderer Balearen-Vertreter behält sein Amt: José Manuel Bar bleibt Staatssekretär für Bildung. Isa Castro hingegen ist ihr Amt als Staatssekratärin für Migration los. /pss