Erregte Gemüter bei einer Konferenz über das spanische Ausländerrecht in Palma de Mallorca. Bei der Veranstaltung, die von der Organisation "Baleares Sin Fronteras" (Balearen ohne Grenzen) im CaixaForum ausgerichtet wurde, machten zahlreiche Teilnehmer ihrem Unmut Luft. Nach ihrer Darstellung gebe es derzeit in der Ausländerbehörde einen "Kollaps".

Und der könne gravierende Folgen haben. "Wir verpassen viele Chancen durch die Ineffizienz der Behörden", erklärte etwa der Vorsitzende der Vereinigung Al Maghreb Mallorca, Mustafa Boulharrak. Das Problem: Wenn die Aufenthaltsgenehmigung nicht gültig sei, entstehe mehr Schwarzarbeit, Bankkonten würden gesperrt und Arbeitsverträge aufgelöst, so Boulharrak.

Bei der Veranstaltung beantworteten unter anderem Polizisten und Anwälte aktuelle Fragen zum Ausländerrecht. Die meisten Teilnehmer schilderten eine desolate Situation. Die Behörde sei komplett überfordert - und das in einer Autonomieregion, in der 30 Prozent Einwanderer lebten und rund 15.000 Personen über keine gültige Aufenthaltsgenehmigung verfügen. /pss