Die Magnetresonanztomographie (MRT) des Krankenhauses Juaneda Muro feiert den ersten Geburtstag seit Einführung dieses Geräts, das nach wie vor zu den am weitesten entwickelten auf den Balearen gehört. Es verfügt über zusätzliche Leistungen und Besonderheiten, die vielen Patienten mit Klaustrophobie oder erhöhter Sensibilität zugute kommt.

Mehr zum Thema

Das Gerät verfügt über verschiedene Elemente zur Schalldämmung, Kopfhörer und Bildprojektionen, die dazu dienen sollen, Angstgefühle zu reduzieren, die manche Patienten bei dieser Untersuchung entwickeln. „Viele Patienten leiden unter Platzangst und fühlen sich während der Untersuchung im MRT sehr schlecht“, erklärt Rosa Peñuela, Koordinatorin des Bereichs der bildgebenden Diagnostik im Hospital Juaneda Muro, „und diese Zusatzelemente dämpfen all die beklemmenden Gefühle.“

Ein absolut schmerzfreier Vorgang

Eine Magnetresonanztomographie ist ein absolut schmerzfreier Vorgang, allerdings muss man sich für eine Weile, die als sehr lang empfunden werden kann, in eine Art Röhre begeben und dort völlig bewegungslos ausharren. Dabei ist man ziemlich heftigen Geräuschen ausgesetzt, die von der Maschine kommen. „Tatsächlich“, fährt Rosa Peñuela fort „wissen viele Menschen schon vorher, dass sie Platzangst haben und kommen mit dieser Sorge zur Untersuchung. Andere wiederum merken erst während der Untersuchung, dass sie dieses Problem haben, und entsprechend schlecht geht es ihnen dabei.

Rosa Peñuela, Koordinatorin des Bereichs der bildgebenden Diagnostik im Hospital Juaneda Muro. Juaneda

Das MRT-Gerät in der Klinik Juaneda Muro mit seiner Schalldämmung und speziellen Audio-Kopfhörern mit Musik und Bildprojektionen, mildert diese Probleme so weit, „dass manche Patienten sogar einschlafen oder kurz davor sind.“

Die Beleuchtung selbst auswählen

„Wir haben“, erklärt Rosa Peñuela weiter, „ein spezielles Audio-System: Wenn die Patienten kommen, bieten wir ihnen Kopfhörer an (und die meisten nehmen diese gerne), mit denen sie das Meer, einen Wasserfall oder Waldgeräusche hören.“ Diese Geräusche sind „auf Bilder abgestimmt, die projiziert werden“, so Rosa Peñuela. Diese Projektionen in der Untersuchungsröhre „nehmen die Patienten wahr, sobald sie den Raum betreten. Die Beleuchtung des Raums mit gedämpftem Licht können sie ebenfalls selbst auswählen.“

„Das ist eine völlig andere Art, in den Behandlungsraum zu kommen“, erklärt die Koordinatorin weiter und fügt hinzu: „Sobald die Patienten sich auf das Gerät gelegt haben, setzen sie sich die Kopfhörer auf und geben uns das OK, dass wir anfangen können. Selbstverständlich haben sie auch einen ‚Panikknopf’, den sie drücken können, wenn es Probleme gibt. Dann stoppen wir die Untersuchung sofort.“ Die Bilder und Töne, die das System bietet, sind vielfältig: „Wir haben einen Wasserfall, Meereswellen, eine Unterwasserwelt, Blumen, einen Wald und für Kinder sogar einen Disney-Zeichentrickfilm.“

Wenn die Patienten kommen, bekommen sie Kopfhörer, mit denen sie das Meer, einen Wasserfall oder Waldgeräusche hören. Juaneda

Halb so schlimm, wie man denkt

Menschen, die noch nie eine Magnetresonanztomographie gemacht haben, erschrecken erst einmal, wenn sie das Gerät sehen. Aber „sobald sie die Bilder sehen und die Kopfhörer aufhaben, und wenn man ihnen erklärt, wie man atmet und sich selbst beruhigt, entspannen sie sich, und dann ist die Untersuchung halb so schlimm, wie sie dachten“, so Rosa Peñuela. Auch die Beleuchtung trägt ihren Teil zu einer beruhigenden Atmospähre bei. „Ich bevorzuge warmes, gedämpftes Gelb- oder Rotlicht. Das ist ein großer Unterschied zu dem kalten weißen Licht, das üblicherweise in solchen Untersuchungsräumen vorherrscht.“

Die Abteilung für Radiologie in der Klinik Juaneda Muro führte vor einem Jahr dieses Magnetresonanzgerät der jüngsten Generation der Marke Canon, Modell Vantage Elan, 1,5 Tesla, ein – das erste dieser Art auf den Balearen.

Bilder von sehr hoher Qualität

Dieses Gerät erzeugt Bilder von sehr hoher Qualität. Dadurch sind neben muskuloskelettaler Bildgebung auch Untersuchungen der Bauchorgane, des Gehirns und des weiblichen Reproduktionssystems möglich sowie dynamische Studien mit und ohne Kontrastmittel, etc. Durch das MRT in der Klinik Juaneda Muro bleibt es vielen Patienten der Region erspart, extra nach Palma fahren zu müssen. Zudem „geht die Untersuchung schneller, sodass wir statt einen Patienten pro Stunde zwei drannehmen können. So ist es möglich, 14 bis 15 Untersuchungen täglich durchzuführen.“

Das Gerät verfügt über modernste Software, durch die es möglich wird, „Bildrekonstruktionen in MPR, MIP und 3D durchzuführen“, erklärt Rosa Peñuela und setzt hinzu: „Das ist sehr nützlich für die Radiologen, um die untersuchte Struktur zu beobachten und eine präzisere Analyse durchzuführen.“ Dieses MRT-Gerät eignet sich hervorragend für die Untersuchung von osteomuskulären Verletzungen, Gehirnstudien, Angiographien, Erkrankungen des Bauchraums (Leber, Niere...), der Prostata, des weiblichen Reproduktionssystem und anderer Organe sowie auch zur Erkennung von Krebserkrankungen.