Mit etwas Verspätung hat das angekündigte Unwetter Mallorca erreicht. In Sekundenschnelle zog ein heftiger Wind auf, und es schüttete wie aus Kübeln. Den ganzen Sonntag (27.8.) gilt noch die Warnstufe Orange, und es kann immer wieder ungemütlich werden.

Neben dem Starkregen setzten vor allem die heftigen Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h der Insel zu. "Es war außergewöhnlich. Das Auto bewegte sich durch den Wind wie ein Spielzeug", twitterte der MZ-Wetterexperte Duncan Wingen. Schäden wurden bislang keine gemeldet. In den sozialen Netzwerken kursieren aber schon reichlich Videos.

Aus Sóller:

Aus Binissalem:

Aus Palma:

Aus Esporles:

Weiterhin Warnstufe Orange auf Mallorca

Der Wetterdienst hatte explizit vor heftigen Gewittern und Starkregen gewarnt. Bis zu 50 Liter Niederschlag sind pro Quadratmeter und Stunde möglich, binnen zwei Stunden 90 Liter. Besonders an der Nordküste sind die Wellen bis zu sechs Meter hoch. Der Wind peitscht das Meer mit einer Geschwindigkeit von 75 km/h auf.

Warum das Unwetter wenig überraschend kommt

Das Unwetter ist ein Vorgeschmack auf den Herbst. Es handelt sich um den klassischen Kaltlufttropfen. Kalte Luftmassen aus dem Norden erreichen Mallorca. Dort treffen sie auf das warme Mittelmeer. Die Hitze und Feuchtigkeit liefern dem Gewitter reichlich Energie. Es kommt zu heftigen Niederschlägen, Stürmen und Gewittern, auch Tornados und Fallböen sind möglich. Da das Meer um Mallorca mit knapp 30 Grad dieses Jahr extrem warm ist, besteht die Gefahr, dass der Kaltlufttropfen besonders heftig ausfällt.

Wie geht es mit dem Wetter auf Mallorca weiter?

So schnell das Unwetter kommt, so schnell zieht es auch wieder ab. Für den Montag hat der spanische Wetterdienst bislang nur Warnstufen an der Küste wegen hoher Wellen ausgegeben. Die Temperaturen bleiben nach dem Temperatursturz zwar in der kommenden Woche unter der 30-Grad-Marke, dafür stabilisiert sich das Wetter wieder. Die meiste Zeit scheint dann die Sonne, nur wenige Regentropfen sind möglich.