Erneut gelangen Boote mit Migranten bis in balearische Gewässer. Seit Mittwochmorgen (15.11.) sind insgesamt 141 Menschen in neun Booten, die von Algerien aus ins Meer gestochen waren, auf Mallorca und den Nachbarinseln angekommen. Unter den Migranten ist auch eine Gruppe von unbegleiteten Minderjährigen, die nun vom mallorquinischen Institut für soziale Angelegenheiten (IMAS) betreut werden.

Einsatzkräfte der Guardia Civil und der Seenotrettung griffen die Migranten vor und an der Küste von Cabrera, Formentera und Mallorca auf. Unter anderem gelangten Boote bis nach Colònia de Sant Jordi, Calò des Moro und Cala Llombards sowie Vallgornera an der Südküste von Mallorca.  

Erwachsene werden aufs Festland überstellt

Die aufgegriffenen Migranten werden, sofern volljährig, von Mallorca und Ibiza aus aufs spanische Festland überstellt, um in ihre Heimatländer abgeschoben zu werden. In der Praxis können viele von ihnen jedoch weiterziehen - ihr Ziel ist häufig Frankreich, Belgien oder Großbritannien.

Die minderjährigen Migranten verbleiben auf der Insel unter der Obhut des IMAS. Aus Platzmangel ist die Behörde gezwungen, sieben der nun angekommenen Minderjährigen vorübergehend in der Seniorenresidenz La Bonanova in Palma unterzubringen. Das soll aber kein „definitiver Wohnsitz“ sein, wie das IMAS betont.