Mallorca Zeitung

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Das sind die Gewinner der Journalistenpreise der Mallorca Zeitung 2023

Redaktions-Jury vergibt Auszeichnungen an einen Bericht über einen neuen Typus deutsche Auswanderer und ein Radio-Feature über Sporturlaub auf der Insel

Journalistenpreis der Mallorca Zeitung 2023: Gewonnen haben Alex Schütz mit einer Focus-Titelgeschichte und Reinhard Spiegelhauer (re.) Redaktion MZ

Dass Mallorca in der deutschen Öffentlichkeit von Interesse ist, brauchen wir Ihnen nicht zu erzählen. Aus der Perspektive von Medienmachern auf der Insel ist es sogar zuweilen von überwältigendem Interesse: Gerade bei bestimmten Schlagwörtern – Sie dürfen raten, bei welchen – werden Meldungen aus der MZ und anderen Inselmedien umgehend von den Kollegen in Deutschland aufgegriffen.

„Mallorca klickt“, heißt es dann in Bezug auf die Zugriffszahlen im Internet zufrieden. Für die routinemäßige Weiterverarbeitung braucht es dafür mittlerweile immer weniger Arbeitskraft: Immer öfter stößt man im Netz auf Meldungen, die auf Informationen der Inselmedien basieren, der Chatbot ChatGPT aber kurzerhand umgeschrieben hat.

Den Mallorca-Klischees etwas entgegensetzen

Dass derlei der Insel ebenso wenig gerecht wird wie vieles andere, was im Jahresverlauf in Deutschland, der Schweiz und Österreich veröffentlicht, gesendet und gestreamt wird, dürfte Ihnen als Leserinnen und Leser dieser Zeitung ebenfalls bewusst sein. Der geballten Ladung an Klischees und immergleichen Geschichten setzt die MZ schon seit einigen Jahren ihre Journalistenpreise für herausragende Berichterstattung über Mallorca im deutschsprachigen Raum entgegen.

Nun stehen die Gewinner des Jahres 2023 fest. Ausgezeichnet werden Reinhard Spiegelhauer für sein 20-minütiges ARD-Radio-Feature „Mallorca: Sporttourismus als Gamechanger“ und der freiberufliche Journalist Alex Schütz für seine „Focus“-Titelgeschichte „Mallorca für immer“. In beiden Fällen lobte die aus Redakteurinnen und Redakteuren der MZ bestehende Jury die Herangehensweise an zwei Themen, die keineswegs neu sind: Rad- und Sporturlaub auf der Insel sowie Deutsche auf Mallorca.

Schön zu hörendes, vor allem aber erhellendes Radio-Feature

Wahrlich schweißtreibend erstrampelt hat sich seinen Preis Reinhard Spiegelhauer, der zu dieser Zeit noch als ARD-Korrespondent in Madrid tätig war. Der 58-jährige Hobbysportler schwang sich für den Beitrag selbst aufs Rennrad, führte seine Interviews mit den Radurlaubern auch mal keuchend bei einem Aufstieg auf einen Tramuntana-Pass, sah sich in den Fahrradkellern der Hotels um und traf die Tourismusstrategen der Regierung ebenso wie die nicht uneingeschränkt begeisterten Tourismuskritiker der Umweltschutzvereinigung Gob.

Heraus kam ein schön zu hörendes, vor allem aber erhellendes Radio-Feature über eine Urlaubsvariante, von der es für viele, aber eben nicht für alle gar nicht genug geben kann.

MZ-Journalistenpreise 2023: das Radio-Feature von Reinhard Spiegelhauer ARD

Genau beobachtet: der neue Typus Mallorca-Auswanderer

Alex Schütz, ein ausgewiesener Mallorca-Kenner, der vor knapp 20 Jahren schon mal kurzzeitig bei der MZ arbeitete, widmete sich indes einem Phänomen, das erst seit der Pandemie wirklich Fahrt aufgenommen hat: Ein ganz neuer Typus von deutschen Mallorca-Auswanderern lässt sich auf der Insel nieder. Mit dem Begriff „Resident“ ist er schon aus steuerlichen Gründen nur noch bedingt zu umschreiben.

Es sind Menschen, die oft noch mit beiden Füßen im gut bezahlten deutschen Berufsleben stehen – und dennoch mitsamt ihren häufig noch jungen Familien ihren Lebensmittelpunkt nach Mallorca verlagern. Schütz erzählt von ihren Gründen und Träumen in Einzelporträts, in denen er genauso präzise beobachtet wie der Fotograf Patrick Morarescu, der die ebenfalls preisverdächtigen Bilder dazu lieferte.

Ein Auszug aus der "Focus"-Titelgeschichte "Mallorca für immer" von Alex Schütz und Patrick Morarescu Focus

Preisverleihung im Rahmen eines Abendessens

Die vom mallorquinischen Inselrat unterstützten, undotierten Auszeichnungen werden am 14. Dezember im Rahmen eines Abendessens im Verlagshaus der Mallorca Zeitung vergeben. Den Preis gestaltete erneut der Keramikkünstler Miquel Segura aus Santa Eugènia. Die Gewinner werden zu einem langen Wochenende auf der Insel eingeladen.

Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Redakteure sowie feste freie Mitarbeiter der Mallorca Zeitung, des Mallorca Magazins, des Inselradios sowie weiterer auf der Insel beheimateter Medien. Die Auszeichnungen werden für journalistische Leistungen jeglicher Mediengattung vergeben (Print, Fernsehen, Radio, Online, Soziale Netzwerke). Nominierungen für die MZ-Journalistenpreise 2024 können sowohl von Lesern, Hörern und Zuschauern als auch von den Autoren unter der E-Mail-Adresse preise@mallorcazeitung.es eingereicht werden.

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