An den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg und Köln/Bonn müssen sich die Passagiere an den nächsten Tagen wieder auf spürbare Behinderungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi rief für Donnerstag (20.4.) und Freitag die Beschäftigen im Luftsicherheitsbereich, in der Fluggastkontrolle, der Personal- und Warenkontrolle und in Servicebereichen der drei Flughäfen zu ganztägigen Warnstreiks auf.

"Es ist im Zusammenhang mit dem Streik mit längeren Wartezeiten bis hin zu Flugausfällen oder -streichungen zu rechnen", warnte die Gewerkschaft am Dienstag.

Hintergrund der Warnstreiks sind die Verhandlungen zwischen Verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) um die Zeitzuschläge für Nacht-, Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie eine bessere tarifliche Regelung zur Entlohnung von Überstunden für die Sicherheits- und Servicekräfte an Verkehrsflughäfen. Ein schriftliches Angebot des BDLS sei unzureichend und nicht einigungsfähig, betonte die Gewerkschaft. Die Verhandlungen sollen am 27. und 28. April fortgesetzt werden.

Von wann bis wann auf den Flughäfen gestreikt wird

Laut ver.di soll das Personal an den Passagierkontrollstellen von Donnerstag (20.4.), 7 Uhr, bis Samstag (22.4), 7 Uhr, die Arbeit niederlegen. Auch die Beschäftigten an den Personal- und Warenkontrollen sind zum Streik aufgerufen. Hier soll der Ausstand am Mittwochabend um 22 Uhr beginnen und bis Freitag um 24 Uhr dauern.

Passagiere, die für Donnerstag oder Freitag gebucht haben, werden von den Flughäfen gebeten, sich bei ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter vor der Anreise zum Flughafen über den Status ihres Fluges zu informieren.

Allein am Flughafen Köln/Bonn sind am Donnerstag regulär 204 Passagierflüge (103 Starts, 101 Landungen) geplant. Am Freitag stehen laut einer Airport-Mitteilung 225 Passagierflüge (108 Starts, 117 Landungen) an. (mit dpa)