Schenkungen von Immobilien auf Mallorca werden günstiger
Die Maßnahme gilt nur für Übertragungen von Eltern an ihre Kinder - und diese müssen eine Menge Bedingungen erfüllen

Wohnungen in der Altstadt von Palma de Mallorca. / Foto: Bendgens
Guillem Porcel
Schenkungen von Häusern und Wohnungen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln werden ab Januar 2023 günstiger - allerdings muss dafür ein ganzer Blumenstrauß an Bedingungen erfüllt sein. Beispielsweise muss die Immobilie von Eltern an ihre Söhne oder Töchter verschenkt werden. Der Wert der Wohnung oder des Hauses darf 270.151,20 Euro nicht übersteigen und der oder die Beschenkte muss die Immobilie als Erstwohnsitz für mindestens drei Jahre nutzen.
Zusätzlich darf der oder die Beschenkte nicht Eigentümer einer anderen Immobilie sein. Darüber hinaus darf die geschenkte Immobilie nicht verkauft werden. Des Weiteren darf das Einkommen des oder der Beschenkten 33.000 Euro im Jahr nicht übertreffen, im Falle einer gemeinsamen Steuererklärung mit dem Ehepartner oder der Ehepartnerin darf das gemeinsame Einkommen nicht höher als 52.800 Euro liegen. Es ist noch nicht bekannt, auf welcher Grundlage etwa der Wert der Immobilie oder die Einkommensverhältnisse berechnet werden.
Schenkungsteuer beträgt auf den Inseln 7 Prozent
Sind einmal alle Voraussetzungen erfüllt, liegt die Reduzierung der Schenkungsteuer bei 60 Prozent. Prinzipiell beträgt der Steuersatz bei Schenkungen auf den Balearen von Eltern an ihre Kinder 7 Prozent.
In einem weiteren Fall kann die Reduzierung der Steuer gar 95 Prozent betragen: Dann muss der Sohn oder die Tochter jünger als 36 Jahre sein oder eine mindestens 65-prozentige körperliche Behinderung oder eine mindestens 33-prozentige geistige Behinderung haben. Möglich ist die hohe Reduzierung auch für Kinder aus einer kinderreichen Familie (família numerosa, drei Kinder oder mehr) oder Alleinerziehende.
Die Reduzierung auf die Schenkungsteuer ist Teil der Haushaltsverhandlungen auf den Balearen, die noch bis Donnerstag (22.12.) im Parlament geführt werden. Die entsprechende Eingabe hatte die konservative Volkspartei PP gemacht, die Linksregierung akzeptierte sie. Beschlossen wurde die Maßnahme einstimmig. /jk
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