Die Mallorca-Reise könnte ab 2024 um einen nervigen Schritt erleichtert werden: Dann ist es nicht mehr notwendig, bei der Gepäckkontrolle den Laptop oder das Shampoo aus dem Handgepäck zu fischen. Flughafenbetreiber Aena will neue 3D-Scanner nutzen, die die Elektronik und Flüssigkeiten im Handgepäck erkennt.

Wie die spanische Zeitung "El País" am Montag (20.2.) berichtet, will Aena die Scanner zuerst in Barcelona und Madrid nutzen. Das könne bereits Ende des laufenden Jahres passieren. In Palma sei die neue Technik Ende 2024 zu erwarten. Eine Aena-Sprecherin auf Mallorca konnte der MZ nicht bestätigen, wann und ob die Scanner auf der Insel eingesetzt werden. Die Information mit Madrid und Barcelona sei aber korrekt.

Dass Flüssigkeiten und Elektronik in den Taschen kontrolliert werden, ändert jedoch nichts an den Regeln zur Mitnahme ebendieser. Auch künftig dürfen nur Shampoos und Getränke bis 100 Milliliter im Handgepäck mitgeführt werden.

Neue Sicherheitsschleuse geplant

Zudem soll der Ablauf der Sicherheitsschleuse modernisiert werden. Der Computer kann künftig per Fließband die Handgepäckstücke nach "Kontrolle bestanden" und "Nachkontrolle erforderlich" trennen. Deutschen Urlaubern ist dieses System von anderen Flughäfen, zum Beispiel Berlin, geläufig. Die Schalen, in die persönliche Objekte gelegt werden, sollen automatisch nach Gebrauch zum Anfang der Kontrolle zurückgebracht werden.

Der Kontrolleur, der die Bilder am Computer auswertet, muss dann auch nicht mehr direkt an der Sicherheitsschleuse sitzen, sondern kann seine Arbeit von einem anderen Raum aus verrichten.

Flughafen auf Mallorca wird derzeit umgebaut

Auf Mallorca sind die Umbauarbeiten Teil einer 200 Millionen Euro teuren Renovierung, die in den kommenden vier Jahren abgeschlossen sein soll. Die zwei Sicherheitsschleusen sollen vom zweiten Stock in den ersten Stock umziehen. Aena will zudem das Terminal renovieren und neue Durchgänge zu den Gates schaffen, damit Passagiere weniger laufen müssen. Zwischen April und Oktober pausieren die Bauarbeiten, um den Hochbetrieb im Sommer nicht zu gefährden./rp