Nach dem tragischen Unfall, bei dem eine Autofahrerin ein Fahrrad rammte, auf der eine Mutter mit ihrer Tochter saß, ist nun das Ergebnis der Drogentests da: Bei der Unfallfahrerin, die unmittelbar nach dem Aufprall positiv auf Marihuana getestet wurde, wurden im Rahmen der Blutanalyse keine Drogen gefunden. Sie hatte nach dem Unglück angegeben, am Abend vorher einen Joint geraucht zu haben. Stattdessen wurde die mittlerweile verstorbene Fahrradfahrerin positiv auf Marihuana getestet.

So kam es zu dem Unfall

Der Unfall hatte sich am 18. Oktober auf der Landstraße Ma-3500 in der Nähe von Llubí ereignet. Das Auto rammte das Fahrrad von hinten, woraufhin Mutter und Kind auf die Straße geschleudert und schwer verletzt wurden. Das Mädchen, das auf einem Kindersitz saß, erlitt einen Herzstillstand und musste vor Ort reanimiert werden. Die Mutter erlitt durch den Aufprall schwerste Verletzungen am Bauch und Becken. Das Kind verstarb wenige Stunden nach dem Unglück im Krankenhaus, ihre Mutter zwei Tage später.

Die Fahrerin erlitt nach dem Unfall einen Schock und war zunächst nicht vernehmungsfähig. Später erklärte sie den Ermittlern der Guardia Civil, sie habe das Fahrrad mit ausreichendem Sicherheitsabstand überholen wollen. In jenem Moment habe die Fahrradfahrerin plötzlich einen Schwenk gemacht. Die Fahrerin erklärte, sie habe nicht mehr ausweichen können.

Fahrerin machte den Eindruck, fahrtüchtig zu sein

Die Guardia Civil betonte in ihrem Unfallbericht, dass die Fahrerin trotz des zunächst positiven Drogentests in keinerlei Weise den Eindruck machte, nicht fahrtüchtig zu sein. Das Ergebnis der Blutanalyse scheint diese Darstellung nun zu stützen. Der Drogentest bei der Mutter wurde durchgeführt, als sie im Krankenhaus lag und um ihr Leben kämpfte.

Die Gemeinde Llubí, in der die Familie seit einiger Zeit wohnte, hatte nach dem Unglück eine dreitägige Trauer ausgerufen. Die Fahnen des Rathauses wurden auf halbmast gesetzt. Alle offiziellen Termine wurden für jenen Zeitraum abgesagt. /pss