Staatsanwaltschaft fordert zehn Jahre Haft für Drogenboss El Ove auf Mallorca
Gabriel Amaya muss sich wegen Waffenbesitzes, Hehlerei, Drogenhandels und Behinderung der Justiz verantworten

Gabriel Amaya nach seiner Verhaftung im Oktober / Manu Mielniezuk
Der Drogenboss Gabriel Amaya González, 41, besser bekannt als El Ove, wird nächste Woche erneut auf der Anklagebank der Audiencia Nacional in Madrid Platz nehmen.Die Staatsanwaltschaft fordert für den Chef des Clans ”Los Bizcos" eine Haftstrafe von insgesamt zehn Jahren wegen illegalen Waffenbesitzes, Hehlerei, Drogenhandels und Behinderung der Justiz.
Die Ereignisse, für die El Ove zum x-ten Mal vor Gericht steht, nahmen zwischen drei und vier Uhr morgens am 4. September 2021 ihren Anfang. Ein Mitangeklagter war in dieser Nacht in die Lagerräume einer Gemeinschaftsgarage in Palma eingebrochen. Das Diebesgut verkaufte er an den Drogenboss. Die Staatsanwaltschaft fordert für den Einbrecher eine Haftstrafe von drei Jahren.
Jagdflinte und Gewehr an "El Ove" verkauft
Unter den gestohlen Gegenständen befanden sich eine Jagdflinte und ein weiteres Gewehr. Die Waffen sind bis heute unauffindbar. Die Eigentümergemeinschaft der Garage verlangte 1.331 Euro als Schadenersatz.
Gabriel Amaya gehört zur neuen Generation der Bizcos, eines bekannten Clans im "Drogendorf" Son Banya bei Palma. Die Bande trat nach der „Operation Kabul“ im Jahr 2008 verstärkt in Erscheinung. Damals übernahmen rund 200 Beamte der Guardia Civil die Kontrolle über die Barackensiedlung und zerschlugen den bis dahin tonangebenden Clan von La Paca.
Mir 5.245 Euro in der Hosentasche
Nach dem Einbruch durchsuchte die Nationalpolizei die Wohnung von El Ove in Son Banya. Wie sich herausstellte, hatte der Drogenboss 5.245 Euro in der Hosentasche, weitere 80 Euro befanden sich in einer Kasse. Gabriel Amaya soll dem Dieb 200 Euro plus gut ein Gramm Kokain gezahlt haben. Außerdem beschlagnahmte die Polizei in der Küche eine Pistole und 45 Gramm Kokain.
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