Schaut man sich die nackten Zahlen an, läuft es auf Mallorca derzeit rund. Die Urlauberzahlen erreichen noch nie dagewesene Höhen, gleichzeitig zeigt sich der Arbeitsmarkt stabil und kann im Jahresvergleich deutliche Rückgänge bei den Arbeitslosenzahlen verzeichnen.

Rekord bei den Urlauberzahlen

Bei den Urlaubern scheint die Lust auf Mallorca und die Nachbarinseln nach der Pandemie nicht nachzulassen. Allein in den ersten elf Monaten des Jahres – die Dezemberzahlen liegen noch nicht vor – kamen laut dem Spanischen Statistikinstitut INE und dem balearischen Statistikinstitut Ibestat 17,5 Millionen Menschen zu Besuch auf die Balearen. Das bedeutet einen Anstieg von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

14,2 Millionen Reisende kamen aus dem Ausland. Das sind 8,9 Prozent mehr als 2022. Deutschland und Großbritannien machen 60 Prozent der ausländischen Urlauber aus. Die meisten Urlauber zog es nach Mallorca: 12,2 Millionen. 3,6 Millionen reisten nach Ibiza und Formentera. 1,6 Millionen Menschen entschieden sich, ihre freien Tage auf Menorca zu verbringen.

Auch bei den Ausgaben geht die Kurve nach oben. Insgesamt 19,7 Milliarden Euro flossen in dem Zeitraum in die Kassen der Insel – rund 15 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Dabei setzen die Menschen immer mehr auf eine individuelle Reiseplanung: Rund 65 Prozent kamen ohne das Angebot eines Reiseveranstalters.

So ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt

Auch auf dem Arbeitsmarkt gibt es gute Nachrichten. Im Dezember lag die Arbeitslosenzahl bei 39.709 Menschen. Das sind 11,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Auch im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl leicht gesunken: Mit 1.233 Arbeitslosen weniger gab es laut dem spanischen Arbeitsministerium 3,7 Prozent weniger Menschen ohne Job als im November. Rund 6.700 Ausländer sind auf den Balearen arbeitslos gemeldet, das ist ein Rückgang von 9,1 Prozent im Vergleich zu Dezember 2022.

Umgekehrt waren zum Ende des Jahres 472.912 Personen bei der Sozialversicherung als erwerbstätig gemeldet, ein Anstieg von 1,9 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2022.

Die Landesregierung gab sich zuversichtlich, dass sich die guten Zahlen in den ersten Monaten des neuen Jahres fortsetzen werden. Gleichzeitig warnte Ministerpräsidentin Marga Prohens davor, sich zurückzulehnen. Die Gewerkschaften bewerteten die Ergebnisse ebenfalls positiv, warnten aber vor den Folgen der Inflation, der Rezession in vielen Ländern sowie der dramatischen geopolitischen Lage – dies könne schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft auf den Inseln haben.