Die alljährliche Superbrücke steht auf Mallorca an. Der Feiertagskalender beschert den Spaniern Anfang Dezember im besten Fall fünf freie Tage am Stück mit einem einzigen Brückentag. Doch was wird da eigentlich gefeiert?

Los geht es am Mittwoch (6.12.), nicht mit dem Nikolaus, sondern mit dem Día de la Constitución. Dabei wird an die Abstimmung am 6. Dezember 1978 gedacht, als die Spanier nach turbulenten Zeiten mit Bürgerkrieg und Franco-Diktatur ihre heute noch gültige Verfassung wählten. Seit 1983 ist es offiziell ein Feiertag.

Der Donnerstag (7.12.) ist ein normaler Arbeitstag. Die Supermärkte haben hier regulär geöffnet. Doch kleinere Läden könnten sich wie viele spanische Angestellte den Brückentag gönnen. Ein kurzer Anruf, ob denn wirklich jemand da ist, wäre wohl angebracht.

Am Freitag (8.12.) steht Mariä Empfängnis (La Inmaculada) an. Dabei wird die Unbefleckte Empfängnis der Mutter Gottes zelebriert. Einige Katholiken feiern den Tag bereits seit dem 10. Jahrhundert. Offiziell ist es seit einem Dogma der römisch-katholischen Kirche aus dem Jahr 1854 ein Feiertag.

Jeder Spanier hat ein Recht auf 14 Feiertage

Die Superbrücke besteht aus zwei spanienweiten Feiertag, die verpflichtend für alle Regionen sind. Acht solcher Tage schreibt die Zentralregierung in Madrid vor. Zusätzlich wählen die Autonomen Regionen vier weitere Feiertag. Zuletzt fügen die Kommunen noch zwei freie Tage hinzu. So kommt jeder spanische Arbeiter auf 14 Feiertage, auf die er ein Anrecht hat. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, wird in der Regel ein anderer Tag zum Feiertag auserkoren und somit Ersatz geschaffen. Nur beim Feiertag an einem Samstag haben die meisten Arbeitsnehmer Pech.

Am Samstag (9.12.) sind die Geschäfte wieder normal geöffnet. Nach den zwei Feiertagen und mit dem anstehenden Sonntag dürften die meisten Leute ihre Vorräte auffüllen und die Supermärkte sehr voll sein.