Horror-Attacke auf Mallorca: Fünf Pitbulls haben am Freitagvormittag (1.12.) eine 38-jährige Frau in der Nähe der Einsiedelei auf dem Puig del Call angegriffen. Das Opfer wurde durch die Bisswunden schwer verletzt. Das berichtet die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca". Nach MZ-Informationen handelt es sich um die Ehefrau eines deutschen Staatsbürgers, die selbst aber einen Pass aus einem anderen Land hat.

Opfer versuchte sich zu wehren

Der Vorfall ereignete sich um kurz vor 10 Uhr. Die Frau war auf dem Calvari de Felanitx spazieren, als sie plötzlich von den fünf Tieren attackiert wurde. Die Frau versuchte sich zu wehren, erlitt aber zahlreiche Verletzungen an den Armen und den Beinen. Sie konnte sich nicht mehr bewegen.

Augenzeugen riefen die Rettungskräfte. Neben Einsatzleuten der Feuerwehr und Sanitätern waren auch die Guardia Civil und die Ortspolizei von Felanitx im Einsatz. Das Opfer wurde ins Krankenhaus nach Manacor gebracht.

Die Ermittlungen

Ersten Erkenntnissen zufolge wurden drei der Tiere erschossen, zwei Hunde liefen weg. Einsatzkräfte der Guardia Civil durchkämmen das Gelände auf der Suche nach den Tieren. Derweil wird parallel versucht, den Besitzer ausfindig zu machen.

Derzeit gehen die Ermittler einem Hinweis nach, dass die Tiere aus einer nahegelegenen Zucht entlaufen sein könnten. Dort würden die Tiere wohl als Kampfhunde gezüchtet werden. Es sei, so heißt es aus Ermittlerkreisen, nicht das erste Mal sein, dass die Tiere weggelaufen seien. Keines der Tiere sei gechipt.

Versicherungspflicht

In Spanien gibt es schon seit Jahren eine Versicherungspflicht für sogenannte gefährliche Hunderassen: PPP (perros potencialmente peligrosos). Im Gesetz werden einzelne Rassen, darunter Pitbull, Rottweiler oder Bullterrier aufgezählt. Außerdem können auch andere Arten, die groß und muskulös sind, dazuzählen. Mit Einführung des neuen Tierschutzgesetzes Ende September wurde die Versicherungspflicht auf alle Rassen angewendet. /pss