Rafael Nadal hat ein frühes Aus bei den French Open nur mit großer Mühe abgewendet. Der 13-malige Paris-Champion rang am Sonntagabend (29.5.) den Kanadier Felix Auger-Aliassime mit 3:6, 6:3, 6:2, 3:6, 6:3 nieder und machte damit das Traum-Viertelfinale gegen den serbischen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic am Dienstag perfekt. Im bislang besten Spiel des diesjährigen Turniers verwandelte Nadal nach 4:21 Stunden seinen ersten Matchball und wurde danach von den Zuschauern auf dem Court Philippe Chatrier begeistert gefeiert. Schon während der Partie hatten die Tennisfans für eine Atmosphäre wie in einem Fußball-Stadion gesorgt.

"Für mich ist es immer unglaublich, auf diesem Platz zu spielen. Das sind so viele Emotionen, diese Atmosphäre bedeutet mir sehr viel", sagte Nadal nach der packenden Partie. "Novak und ich kennen uns sehr gut, wir haben eine große Geschichte miteinander", sagte Nadal zum nun anstehenden Viertelfinal-Klassiker.

Djokovic hatte auf seinem Weg ins Viertelfinale dagegen deutlich weniger Mühe. Der Weltranglisten-Erste gewann sein Achtelfinale gegen den Argentinier Diego Schwartzman mit 6:1, 6:3, 6:3 und zeigte dabei eine überzeugende Leistung. Der 35-Jährige, der die Australian Open zu Beginn des Jahres nach viel Hin und Her wegen seiner fehlenden Coronavirus-Impfung verpasst hatte, spielte hochkonzentriert und erlaubte sich keine Schwächephase. «Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Aber es ist noch nicht vorbei», sagte Djokovic, der in Paris seinen 21. Grand-Slam-Titel anstrebt. Damit würde er mit Nadal gleichziehen.