Der brasilianische Fußballstar Vinicius hat am Dienstag (4.4.) vor einem Strafgericht in Palma de Mallorca ausgesagt. Der Spieler von Real Madrid wurde per Videokonferenz zugeschaltet. Der 22-Jährige trat als Geschädigter in einem Rassismus-Skandal auf.

Der Vorfall hatte sich am 5. Februar ereignet. Real Madrid spielte bei Real Mallorca im Stadion von Son Moix. Ein 21-jähriger Mallorca-Fan beleidigte den Spieler von der Tribüne aus mit rassistischen Sprüchen. Der Täter wiederholte sein Verhalten beim darauffolgenden Heimspiel gegen Villareal. Diesmal war Samu Chukwueze das Opfer der verbalen Attacken. Die Polizei konnte den Mann mithilfe von Video- und Audioaufnahmen aus dem Stadion identifizieren. Der spanische Ligaverband stellte daraufhin Anzeige gegen den Fan. Real Mallorca entzog ihm die Dauerkarte und erteilte ihm für drei Jahre das Recht, Vereinsmitglied zu sein.

Vor Gericht gab der junge Mann zu, den Spieler beleidigt zu haben. Er bat um Entschuldigung für sein Verhalten.

Vinicius hörte Rufe im Stadion nicht

Vinicius wiederum erklärte, dass er die rassistischen Rufe im Stadion nicht gehört hatte. Als er später davon durch die Presse erfuhr, hätten sie ihn allerdings persönlich getroffen. Er verzichtete ausdrücklich nicht auf einen möglichen Schadensersatz, der ihm im Fall einer Verurteilung zustehen würde.

Die Atmosphäre im Stadion Son Moix sei des Weiteren nicht besonders aggressiv gewesen und diese Art von Entgleisungen eigentlich Alltag in spanischen Stadien, so der Spieler. /pss