Wortschatz
Spanisch lernen: Auf Mallorca chillt der Osterhase und lässt lieber ein Kaninchen ran
Wörter und Wendungen, mit denen sie in diesen Tagen über die Osterfeier sprechen können

„Liebres“ wie dieser Hase überlassen die Osterarbeit auf Mallorca den „conejos“ (Kaninchen). / KOVACS/EFE
Das spanische Wort für „Ostern“ ist nicht ohne Schwierigkeiten. Allgemein spricht man von la Pascua oder im Plural las Pascuas (vor allem, wenn die Gesamtheit der Osterfeiertage gemeint ist). Etwas verwirrend ist allerdings, dass pascua auch eine Art Sammelbegriff für – in der Regel religiöse – Feiertage ist. Es gibt zum Beispiel die Pascua Militar als einen von der spanischen Guardia Civil begangenen Feiertag, der mit dem Dreikönigstag (el Día de Reyes) am 6. Januar zusammenfällt. Auch Weihnachten (la Navidad) und Pfingsten (Pentecostés) werden im religiösen Kontext manchmal als pascuas bezeichnet.
Ursprung im Passafest
Vom Wortursprung teilt pascua dieselben Wurzeln wie das jüdische Pessach- oder Passafest und bezeichnet das Ende einer Fastenzeit (el fin del ayuno / el fin de la cuaresma). Wer das Osterfest also mit Vor- und Nachnamen nennen will, spricht von la Pascua de Resurección (etwa „Auferstehungsfeier“). Der „Ostersonntag“ ist el Domingo de Pascua oder Domingo de Resurrección (Auferstehungssonntag). Die Tage davor heißen Jueves Santo (Gründonnerstag), Viernes Santo (Karfreitag) und Sábado Santo (Karsamstag).
Sprachlich verwirrend wird es auch, wenn wir vom „Osterhasen“ reden. Spanier sprechen nämlich von el conejo de Pascua. Aber un conejo ist nicht etwa ein Hase (la liebre), sondern „ein Kaninchen“. Die spanischen huevos de Pascua (Ostereier) werden also vom „Osterkaninchen“ versteckt. Vielleicht sind es deswegen hierzulande auch eher die kleineren huevos de chocolate (Schokoladeneier) und nicht die größeren huevos de gallina pintados (gefärbten Hühnereier).
Eier spielen eine untergeordnete Rolle
Überhaupt spielen Eier und Hase im Osterfest auf der spanischen Insel Mallorca eher eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger sind die Prozessionen (la procesiones), die vor allem das Leiden (la pasión) und die verschiedenen Etappen des Kreuzwegs (el viacrucis) darstellen. Die Prozessionen werden von cofradías (Bruderschaften) organisiert. Deren Mitglieder heißen cofrades, als Büßer werden sie auch penitentes genannt. Als costaleros bezeichnet man streng genommen nur die Träger der schweren Statuen. Diese geschulterten Darstellungen werden los pasos genannt.
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