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Mallorca Zeitung

Der Flughafen Mallorca bleibt sauber: Streik der Reinigungskräfte abgesagt

Gewerkschaften und Arbeitgeber konnten eine Einigung bei den Tarifverhandlungen erzielen

Die Reinigungskräfte bekommen mehr Geld. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Der ab Montag (4.7.) angedrohte Streik der Reinigungskräfte auf Mallorca ist abgesagt. Die Gewerkschaften haben am Mittwochabend (29.6.) eine vorläufige Einigung mit den Arbeitgebern erzielt. Ein möglicher Streik hätte weitreichende Auswirkungen auf den Flughafen, sowie Krankenhäuser, Einkaufszentren und Büros gehabt.

12,5 Prozent Gehaltserhöhung in vier Jahren

Die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet, dass die Reinigungskräfte noch in diesem Jahr eine Gehaltserhöhung von 0,5 Prozent erhalten. 2023 kommen 1,5 Prozent, 2024 2,5 Prozent, 2025 3 Prozent und 2026 5 Prozent hinzu. Das entspricht einem Anstieg von insgesamt 12,5 Prozent in den nächsten vier Jahren. 6.000 Reinigungskräfte freuen sich künftig über mehr Geld.

Kürzere Arbeitszeiten gefordert

Anfangs hatten die Gewerkschaften eine stufenweise Gehaltserhöhung um 22,5 Prozent gefordert. Ein weiteres Thema bei den Verhandlungen waren die Arbeitszeiten. Die Reinigungskräfte wollten eine Höchstgrenze von 35 Arbeitsstunden die Woche mit zwei freien Tagen. Zudem sollten Mitarbeiter von Gesundheitszentren und Krankenhäusern einen Bonus bekommen.

Im neuen Tarif bekommen nun alle Reinigungskräfte, die mehr als 31 Stunden die Woche arbeiten, die zwei freien Tage zugesichert. Zusatzzahlungen gibt es künftig für den Gebrauch des privaten Handys, für Fahrtkosten, für Kosten für die Arbeitskleidung und für Sonntagsarbeit.

Ab August 2024 sollen Reinigungskräfte im medizinischen Bereich separat behandelt und entsprechend entlohnt werden.

Weiter Streiks bei Fluglinien auf Mallorca

Bereits Anfang der Woche wurde der Streik des Kabinenpersonals der Ryanair-Tochter Lauda abgesagt. Ab Donnerstag wird bei Ryanair gestreikt, am Freitag treten die Mitarbeiter von Easyjet in den Ausstand. Zudem ist noch unklar, wie es mit den Fluglotsen weitergeht.

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