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Mallorca Zeitung

Nach Erfolg des New York-Fluges: US-Urlauber sollen Ballermann-Touristen an der Playa de Palma auf Mallorca vertreiben

Die Direktverbindung von United Airlines lief so gut, dass die Inselpolitik nach weiteren Flügen in die USA Ausschau hält

Die ersten USA-Urlauber, die mit United Airlines den Direktflug angetreten sind, werden am 3. Juni am Flughafen von Palma begrüßt. Manu Mielniezuk

Mit einem solchen Erfolg hatten nicht einmal die gerechnet, die den Direktflug Palma de Mallorca - New York ausgehandelt und auf die Beine gestellt haben: Die Akzeptanz der Verbindung zwischen den beiden Städten, die seit dem 3. Juni dreimal wöchentlich besteht, hat alle Vorhersagen übertroffen. Alle Flugzeuge, die seit Anfang Juni die Strecke geflogen sind, waren komplett oder zumindest nahezu ausgebucht. Auch auf den letzten Verbindungen bis 23. September, wenn der Direktflug bis zum nächsten Frühjahr pausiert, sind die Plätze bereits vergeben.

Der Bürgermeister von Palma, José Hila, berichtete im Radiosender Onda Cero, dass die Fluggesellschaft United Airlines "sehr zufrieden" damit sei, wie der Flug angenommen wurde. Politiker der Balearen waren schon vor längerer Zeit an verschiedene Airlines herangetreten, um sich für Direktflüge nach Mallorca einzusetzen. Laut Hila war das Konzept von United Airlines das überzeugendste. "Die Urlauber kamen ja bereits ohne diesen Flug, also beschloss die Airline, das Risiko einzugehen, und es hat bestens funktioniert", sagte Hila.

US-Urlauber sollen vorrangig an der Playa de Palma unterkommen

Die guten Resultate der Verbindung ließen darauf schließen, dass es auch im Jahr 2023 Direktflüge zwischen New York und Palma geben wird. Hila hofft darauf, dass diese vielleicht schon früher im Jahr starten und bis in den Herbst hinein angeboten werden. Das hatten Vertreter von United Airlines in der Vergangenheit bereits durchblicken lassen.

Der Bürgermeister berichtete, dass man auch andere Flughäfen, vor allem an der US-Ostküste, für weitere Direktverbindungen im Auge habe. Reisezeit und Flugpreise seien von dort aus wesentlich attraktiver als von der Westküste. Vonseiten des Rathauses heißt es, es handle sich noch nicht um "konkrete Vorschläge". Man sei aber daran interessiert, weitere Verbindungen zu schaffen und damit die Qualität des Tourismus speziell an der Playa de Palma zu verbessern. Dort sollen die Urlauber aus den USA vorrangig unterkommen und gleichzeitig dabei helfen, den Party- und Sauftourismus "in die Enge zu treiben".

Verbindungen auch nach Miami und Los Angeles?

Sowohl die Stadtverwaltung von Palma als auch der Inselrat und die Balearen-Regierung wollen die Reiseziele erweitern und haben sich in der Vergangenheit mehrfach mit Vertretern von Airlines getroffen. Bislang wurden noch keine konkreten Ziele ausgehandelt. Diese hängen weitgehend vom Interesse der Fluggesellschaften und ihrer Möglichkeit ab, attraktive Verbindungen anzubieten. Der Flug Palma-New York soll als Präzedenzfall für die Zukunft dienen. Bereits seit Mai prüfen die Fluggesellschaften Direktverbindungen zu Städten wie Miami und Los Angeles. /jk

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