Mallorca Zeitung

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Argentinischer Werbe-Guru soll Tourismus auf Mallorca neu beleben

Dabei sollen alle Zahnräder ineinandergreifen, meint der Argentinier

Andy Stalman ist für Mallorcas neuen Werbeslogan zuständig. DM

Mallorca will den Tourismus neu vermarkten und hat dafür den Werbe-Guru Andy Stalman verpflichtet. Der Argentinier gewann eine mit 138.000 Euro (nach Abzug der Steuern) dotierte Ausschreibung und soll die Nachhaltigkeit im Insel-Urlaub medial auf ein neues Level heben.

Stalman ist in der Werbebranche als "Mr. Branding" bekannt. "Nachhaltigkeit ist kein Ziel, es ist eine stete Reise", sagte er klangvoll. "Um sie zu erreichen, müssen fünf Komponenten ineinandergreifen: die öffentlichen Behörden, die Wirtschaft, der Bildungssektor, die Kommunikationsmedien und die Gesellschaft. Es ist ein gemeinschaftlicher Plan, der die Hilfe aller braucht."

Stiftung Mallorca Turismo steckt dahinter

Zwölf Monate hat Stalman nun Zeit, sich einen neuen Werbeslogan und eine neue Vermarktungsstrategie für den Mallorca-Urlaub auszudenken. Die Stiftung Mallorca Turismo, die dem Inselrat untersteht, zeichnet für die Ausschreibung verantwortlich und wünscht sich eine einheitliche Markenbotschaft, die auf Nachhaltigkeit pocht.

"Trotz Mallorcas Vorherrschaft auf dem Tourismusmarkt können wir nicht mit verschränkten Armen dasitzen und warten", sagt José Marcial Rodríguez, der beim Inselrat für den Tourismus zuständig ist. "Die Branche ist für jeden vierten Arbeitsplatz auf der Welt zuständig. Wir müssen schauen, dass er mit dem Wohlergehen der künftigen Generationen kompatibel wird. Stalman ist unser Werkzeug, um das zu schaffen."

Noch keine Idee bekannt

Wie genau, ist noch unklar. Stalman möchte noch nicht groß über das Thema reden. Er gewann die Ausschreibung im Januar und traf sich bislang zwei Mal mit der Behörde. Jetzt soll erstmal ein Zeitplan erstellt werden. "Bislang hatten wir uns immer nur auf das Marketing des Mallorca-Urlaubs konzentriert", sagt Rodríguez. "Nun soll auch die ethische Komponente hinzukommen." Wobei das Thema Nachhaltigkeit wahrlich nicht neu auf der Insel ist.

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