Die Temperaturen auf Mallorca sinken - und die Atemwegserkrankungen nehmen schlagartig zu. Die Notaufnahmen der Kliniken auf der Insel kommen an ihre Grenzen, weshalb das Krankenhaus Son Llàtzer im Osten von Palma am Freitag (1.12.) zwölf zusätzliche Betten für schwerere Fälle zur Verfügung stellt.

Am Dienstag (28.11.) mussten die Ärztinnen und Ärzte der Klinik in der Notaufnahme 378 Patientinnen und Patienten betreuen. Der übliche Durchschnitt liegt bei 300. Derzeit warten 40 Patienten auf ein Bett.

25 neue Mitarbeiter

Für die zwölf neuen Betten hat man die Zahl der Mitarbeiter um 25 aufgestockt. Zehn neue Krankenpfleger, zehn Krankenpflegergehilfen und fünf weitere Personen zur Betreuung der Patienten wurden eingestellt. Außerdem wurden die Maßnahmen zur Eindämmung von Atemwegserkrankungen, die normalerweise Mitte Dezember in Kraft treten, vorgezogen. Am 11. Dezember sollen dann 35 weitere Betten dazukommen.

Aus dem Krankenhaus heißt es, dass dieser Ansturm "punktuell und für die Jahreszeit üblich" sei. Die Klinik sei zwar auf eine große Zahl an Patienten in der Notaufnahme vorbereitet, allerdings führe diese zu längeren Wartezeiten vor allem für die diejenigen mit leichteren Symptomen. Vor der eigentlichen Behandlung checken die Mediziner im Krankenhaus nämlich, wer von den Wartenden aufgrund seines Zustands Priorität bekommt.

Bei leichten Symptomen ins Gesundheitszentrum

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Von Seiten des Krankenhauses wird deshalb an die Bevölkerung appelliert, bei leichten Symptomen davon abzusehen, in die Notaufnahme zu kommen. Stattdessen solle das zuständige Gesundheitszentrum am Wohnort aufgesucht werden.

Die temporären Engpässe in Son Llàtzer treten gewöhnlich im Herbst mit den ersten kalten Tagen sowie im Sommer auf, wenn sich besonders viele Urlauber auf der Insel aufhalten. /jk