Mehr als 3.000 neue Landhäuser auf Mallorca in der Zeit des Linkspakts
Eine Studie des Inselrats schlüsselt die Statistik über die Vergabe von Baugenehmigungen auf

Häuser auf dem Land. / MANU MIELNIEZUK
Während der Zeit des Linkspakts auf Mallorca (2015–2023) hat die Zersiedelung auf dem Land massiv zugenommen. Das geht aus einer Statistik des Inselrats hervor. Demnach wurden in den acht Jahren 3.137 Projekte von Landhäusern genehmigt. 90 Prozent davon sahen auch die Anlage eines Pools vor. Die Zahl der im Inselrat eingegangenen Anträge für Neubauprojekte auf dem Land belief sich auf 4.280.
Palma auf Platz eins
Die Genehmigung von Bauanträgen fällt zwar in die Zuständigkeit der Gemeinden, im Fall von Neubauprojekten außerhalb geschlossener Ortskerne (suelo rústico) muss jedoch der Inselrat zustimmen. Nach einem Rückgang der Nachfrage zwischen 2011 und 2014 infolge der Wirtschaftskrise habe die Zahl der Anträge in den Folgejahren mit Ausnahme der Corona-Zeit massiv zugenommen.
Die meisten dieser Anträge gingen für das Gemeindegebiet Palma ein, obwohl es über vergleichsweise wenig ländliche Fläche verfügt. Dahinter folgten Llucmajor und Felanitx.

Insgesamt 28,8 Millionen Euro kostete der Ausbau der Schnellstraße von Llucmajor nach Campos / Foto: Antiautopista
Schnell noch einen Antrag stellen
Zumeist handle es sich dabei um vererbte Grundstücke von Residenten, wobei unklar ist, wie viele der erbauten Immobilien an Ausländer verkauft wurden. Die Linksregierung hatte zwar in ihrer Amtszeit die Auflagen zur Bebauung auf dem Land verschärft. Allerdings hatten die Restriktionen laut Inselrat-Bericht auch zur Folge, dass im Vorfeld besonders viele Anträge eingingen. Dazu beigetragen haben dürfte die Debatte, ob die Mindestfläche von 14.000 Quadratmetern für den Bau einer Wohnimmobilie erhöht werden sollte.
Als weiteren möglichen Faktor verweisen Landschaftsschützer auf den Bau der Schnellstraße Llucmajor–Campos.
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