Adiós Sonnenuntergang: Zufahrtsverbot am Cap Formentor auf Mallorca ausgeweitet
Statt bis 19 Uhr gilt die Sperrung für Privatautos zum beliebten Ausflugsziel auf Mallorca ab dem 15. Juni bald bis 22.30 Uhr. Gut, dass es die Shuttlebusse gibt

Der Leuchtturm von Formentor kann nur in der Nebensaison auch tagsüber von Privatautos angefahren werden / A. Ruiz
Joan Frau
Die Zufahrt zum beliebten Ausflugsziel, dem Leuchtturm am Cap Formentor im Norden von Mallorca, wird in diesem Sommer täglich zwischen 10 und 22.30 Uhr für private Pkws gesperrt sein. Das sind abends dreieinhalb Stunden mehr als in den vergangenen Sommern, als das Fahrverbot nur bis 19 Uhr galt. Durch die neue Regelung soll ein Verkehrskollaps zum Sonnenuntergang in den Abendstunden vermieden werden.
Das Zufahrtsverbot gilt zwischen dem 15. Juni und dem 15. September. Außerhalb der Hauptsaison ist die Zufahrt problemlos möglich. An der Entscheidung wirkten Vertreter der Landesregierung, des Inselrats, des Rathauses von Pollença, der zentralspanischen Verkehrsbehörde und der balearischen Hafenbehörde mit. Wie aus Rathauskreisen bekannt wurde, soll auch der Fahrplan der Shuttlebusse erweitert werden, die als einzige auch tagsüber bis zum Leuchtturm fahren dürfen. Sie starten in Port de Pollença, halten auf halber Strecke an der Playa de Formentor und fahren dann weiter bis zum Leuchtturm und wieder zurück.
Zufahrt nur für Parker oder Konsumenten
Auch soll das elektronische Anzeigesystem verbessert werden, das Autofahrer schon in Port de Pollença darüber informiert, ob an der Playa de Formentor - also unmittelbar vor der Straßensperre - noch freie Parkplätze zur Verfügung stehen, damit die Ausflügler den weiten und kurvenreichen Weg nicht umsonst auf sich nehmen. Und auch, damit sie keine Strafe zahlen müssen.
Denn seit dem vergangenen Sommer ist die erste Teilstrecke auf der Formentor-Halbinsel zwar weiterhin für Privatwagen befahrbar, aber nur gestattet, wenn die Fahrer entweder ein Parkticket am kostenpflichtigen Parkplatz bei der Playa de Formentor oder den Verzehr eines Snacks oder Getränks an einem der Verkaufsstände auf der Halbinsel nachweisen können. Alle anderen müssen in den Sommermonaten nachträglich mit hohen Bußgeldern rechnen. Allein im vergangenen Sommer wurden diese für 7.400 Fahrer ausgestellt.
Bei einem Treffen aller Verantwortlichen am Dienstag (19.4.) versicherte die Hafenbehörde zudem, dass die Renovierungsarbeiten der Stützmauern an der Straße zum Leuchtturm spätestens am 15. Juni abgeschlossen sein werden. /somo
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