Die Nationalpolizei hat am Freitag (19.5.) drei Mitglieder einer Bande festgenommen, der Einbrüche in mehreren Häusern und Wohnungen in Palma de Mallorca vorgeworfen werden. Den Ermittlern zufolge hatten sich die Kriminellen auf die Stadtteile Bons Aires und Santa Catalina konzentriert. Mindestens sieben Einbrüche werden ihnen zur Last gelegt.

Auch in anderen Städten aktiv

Dabei nutzten sie meist die sogenannte "Impresioning"-Technik, bei der es ihnen gelang, Sicherheitsschlüssel nachzumachen und dann in die Häuser zu gelangen, ohne das Schloss zu zerstören. Eine andere Technik war, das Schloss in zwei Teile zu schlagen. Diese konnten wieder eingelegt werden, sodass auf den ersten Blick nicht ersichtlich war, dass das Schloss zerstört war.

Die Einbrecher waren stets tagsüber aktiv, wenn die Bewohner gerade nicht im Haus waren, klopften zunächst an und drangen - wenn niemand sich meldete - in die Wohnungen oder Häuser ein. Die Bande beging die Straftaten auch in anderen spanischen Städten. In Zaragoza wurden fünf weitere Mitglieder festgenommen.

Als Urlauber getarnt

Die Mitglieder der kriminellen Vereinigung kamen als Urlauber getarnt auf die Insel. Nach Informationen der Polizei kamen sie in einer Ferienwohnung in der Gemeinde Calvià unter. Um ihre Spuren zu verwischen, nutzten die Mazedonier gefälschte Pässe aus Slowenien und Bulgarien.

Bei einer Durchsuchung der Ferienwohnung fanden die Beamten Bargeld, Parfums und andere Wertgegenstände, die bei den Einbrüchen entwendet wurden. Teilweise konnten diese bereits an die Besitzer zurückgegeben werden. Auch stellten die Ermittler Gegenstände sicher, die zum Öffnen der Türen eingesetzt wurden.

Ähnlicher Fall im August 2022

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Es ist nicht das erste Mal, dass eine Bande festgenommen wurde, die nach diesem Muster handelt. Bereits im vergangenen August nahmen Beamte vier Männer fest, denen es gelungen war, in rund 50 Wohnungen und Häuser in Palma einzubrechen. Sie waren in den Stadtteilen Son Espanyolet, Plaça dels Patins, Es Fortí, Bons Aires und rund um den Carrer Aragó unterwegs. Auch in dem Fall handelte es sich um Mazedonier, die als Urlauber getarnt auf die Insel gekommen waren. Es handelt sich aber nicht um dieselben Personen. /pss