Urlauber nach mutmaßlicher Gruppenvergewaltigung unter Auflagen freigelassen
Sie sollen das Opfer unter Drogen gesetzt haben

Die Guardia Civil hat eine Sondereinheit für sexuelle Verbrechen. / Guardia Civil
Die Guardia Civil hat am Freitagmittag (25.8.) drei Mallorca-Urlauber auf dem Flughafen festgenommen, die eine Landsfrau unter Drogen gesetzt und vergewaltigt haben sollen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Polizei hervor. Ein Richter hat die drei Männer am Samstagabend unter Auflagen freigelassen. Die Ermittlungen laufen jedoch weiter.
Das Opfer erstellte am Freitagmorgen Anzeige bei der Guardia Civil. Die junge Britin gab an, dass ihr die drei Männer Drogen eingeflößt haben, und sie dann in einem Hotel in Magaluf vergewaltigt haben. Die Urlauberin kannte die Namen der Männer nicht, konnte nur einen Spitznamen zur Ermittlung beisteuern, den einer der mutmaßlichen Angreifer in den sozialen Netzwerken benutzt. Über dieses Netzwerk hatte die Frau die Männer auch kennengelernt.
Arzt bestätigte die sexuelle Attacke
Ein Arzt im Krankenhaus Son Espases untersuchte die junge Dame und bestätigte, dass sie Anzeichen sexueller Gewalt aufweist. Ob und welche Drogen sie zu sich genommen hat, ist noch nicht bekannt.
Die Sondereinheit für Verbrechen sexueller Natur in Calvià ermittelte und konnte die Daten der Angreifer ausfindig machen. Die Polizei nahm die drei Briten auf dem Gate fest, als sie einen Flug nach Manchester nehmen wollten. Nun muss geklärt werden, welche Rolle jeder Einzelne in der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung spielte.
Selbe Hotel wie bei mutmaßlicher Gruppenvergewaltigung zuvor
Es ist bereits der dritte Fall einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung. Das Hotel, in dem es nun geschah, soll der selbe Tatort wie bei der französischsprachigen Gruppe gewesen sein, die mutmaßlich eine junge Britin vergewaltigt haben soll. In dem Fall hat die Polizei bislang acht Männer festgenommen, sieben Franzosen und einen Schweizer. Sie sollen ihre Tat mit dem Handy gefilmt haben.
Weiterhin in Untersuchungshaft sind fünf Urlauber aus Nordrhein-Westfalen, die eine deutsche Urlauberin an der Playa de Palma vergewaltigt haben sollen. Das Strafmaß in Spanien sieht bei einem schweren Fall von Vergewaltigung eine Haftstrafe von über zehn Jahren vor.
- Nach dem Fall Collien Fernandes gegen Christian Ulmen: Erneut beschäftigt ein Ehestreit deutscher Promis Gerichte auf Mallorca
- Hausbesetzer auf Mallorca rufen Polizei, weil sie nicht mehr in die besetzten Wohnungen kommen
- Beim Festlegen der Preise den Verstand verloren': Neuer Mieterverband fordert Ende von Ferienwohnungen auf Mallorca
- Goodbye Deutschland'-Auswanderin Tamara Gülpen liegt im Krankenhaus - und verpasst wichtige Eröffnung an der Playa de Palma
- Also Peggy kann sich nicht sicher sein, es gibt immer noch Futter für mich': So war der Junggesellenabschied von 'Goodbye Deutschland'-Auswanderer Steff Jerkel
- Spaß für die nächsten drei Jahre: Größte Hüpfburg Spaniens eröffnet an der Playa de Palma
- Keine Insel der Liebe: Warum auf Mallorca so viele Beziehungen scheitern
- Es wird ein schwieriger Sommer': Veranstalter der geplanten Großdemo gegen Auswüchse des Massentourismus machen mobil
