"So ein großes Rohr hast du noch nie gesehen": Die sexistischen Sprüche des Real Mallorca-Chefs
Die NBA hat Robert Sarver als Sexist und Rassist verurteilt

Robert Sarver ist seit 2016 Besitzer von Real Mallorca. / Ramon
Elena García
Die NBA hat 320 Angestellte von Robert Sarver befragt, 80.000 Dokumente geprüft und das Handy des Eigentümers der Phoenix Suns und von Real Mallorca untersucht. Dabei hat die US-amerikanische Basketball-Profiliga ein wiederholtes Fehlverhalten des 60-Jährigen festgestellt. Da es sich dabei aber "nur" um ein loses Mundwerk und nicht um generelle Abneigung gegen Frauen oder Menschen anderer Kulturen handelt, fällt die Strafe mit einer einjährigen Sperre und 10 Millionen US-Dollar Bußgeld glimpflich aus. Auf Mallorca ist man davon überzeugt, dass das Verfahren keine Auswirkungen auf den Inselclub hat.
Workshop für Frauen, "um nicht ständig zu heulen"
In seiner 18-jährigen Amtszeit bei den Phoenix Suns sah sich Sarver als der große Boss und verhielt sich machohaft. 2011 stauchte er eine Angestellte zusammen, die daraufhin in Tränen ausbrach. Sarver beschwerte sich im Anschluss: "Warum heulen Frauen immer?" Das ist noch nicht alles. Nach dem Vorfall berief der Chef eine Sitzung mit den weiblichen Angestellten ein, in dem er erklärte, wie die Damen mit ihm umzugehen haben, um nicht ständig zu weinen.
In den meisten Fällen hat Sarver unangebrachte Kommentare geäußert. Ein paar Beispiele: "Bist du untenrum rasiert?'", "Sie gibt bestimmt super Blowjobs" (über eine Spielerfrau), "So ein großes Rohr hast du noch nie gesehen" (zu einer Frau, die er damit aufforderte, den Raum zu verlassen, da er sich duschen wollte).
Mobbing gegen Schwangere
Schwangere Frauen gehörten offenbar auch nicht zu Sarvers Lieblingen. 2008 sagte der Boss zu einer Schwangeren, dass sie künftig nicht mehr für ihn arbeiten kann, da sie ständig stillen müsste. Oder in einem anderen Fall: "Wann wirst du wieder wie früher aussehen?", sagte er zu einer Schwangeren.
Pornos rumgeschickt
Bei einem Arzt, der vor ihm kniete und untersuchte, machte Sarver sexuelle Gesten. Mehrfach soll er pornografisches Material an seine Angestellten geschickt haben, darunter auch Fotos seiner Frau. Im vergangenen Jahr soll bei einer Sitzung für Unbehagen gesorgt haben, dass Sarver erzählt, wie er als Kind lernte, was ein Blowjob ist.
Zudem soll er mindestens fünfmal das N-Wort benutzt haben, um Afroamerikaner zu bezeichnen. Sarver hat in einem Statement seine Verfehlungen anerkannt und die Strafe akzeptiert. /rp
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