Auf Mallorca und den Schwesterinseln hat die Wohnmobilvereinigung AMMICCA an diesem Wochenende von den öffentlichen Behörden eine dringende Anpassung der Infrastruktur gefordert. Für die wachsende Gemeinschaft sehe man Handlungsbedarf, was unter anderem anfallende Abfälle in großen Mengen, das Entleeren von Wassertanks und den Bezug von Frischwasser angehe. Auf der Insel gibt es für diese Belange nämlich nur einen öffentlichen Platz im Industriegebiet Son Castelló in Palma. Auf Menorca gebe es mehrere Bereiche in Ciutadella, Es Mercadal und Sant Lluís, auf Ibiza keinen einzigen.

Zahl der Wohnmobilnutzer hat durch die Pandemie zugenommen

Der genannte Verband weist darauf hin, dass das Wohnmobilfahren vor allem in der Pandemie einen Aufschwung erlebt hat, und zwar in fast unverhältnismäßigem Ausmaß. Die 2019 zählte die Verkehrsdirektion DGT bereits 3.500 als Wohnmobile zugelassene Fahrzeuge auf den Balearen.

Andere Länder sind weiter

Der Verband, der auch eine Facebook-Gruppe betreibt, schlägt vor, in Anlehnung an den Trend in Europa und auf dem Festland in jedem Ort der Insel einen Servicepunkt einzurichten, "damit Reisende keine weiten Entfernungen zurücklegen müssen, um grundlegende Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen". AMMICCA sei bereit, mit den lokalen und regionalen Behörden zusammenzuarbeiten, um pragmatische und nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die auch "einen wirtschaftlichen Aufschwung durch verantwortungsvollen Tourismus auf den Inseln katalysieren" könnten.

Historisches Treffen in Sa Pobla

Noch bis zum Sonntag treffen sich Wohnmobilbesitzer erstmals im Industriegebiet Can Peu Blanc in Sa Pobla anlässlich der Fira de l'Arròs. In den vergangenen Jahren haben Kommunen auf der Insel immer wieder die Zahl der erlaubten Mobile limitiert. Besonders in Küstennähe wird Parken oft erschwert, Durchfahrten durch ganze Orte werden mit einem stark beschränkten Höchstgewicht für die Karavane teils unmöglich gemacht. /dise