Mit der Verabschiedung der sogenannten "Erklärung von Palma" ist am Dienstagnachmittag (31.10.) auf Mallorca der von der spanischen Präsidentschaft einberufene Tourismusgipfel der Europäischen Union zu Ende gegangen. Teilgenommen haben an dem Treffen die zuständigen Minister und Staatssekretäre der 27 Mitgliedsstaaten. In zehn Punkten fordern sie nicht zuletzt die EU-Kommission dazu auf, einen nachhaltigen, wettbewerbsfähigen, hochwertigen und modernen Tourismus zu unterstützen. Und das auch in abgelegeneren Gebieten der EU.

Dem Tourismus käme weiterhin eine zentrale Stellung innerhalb der EU zu, heißt es in der Erklärung. Eine sogenannte Agenda 2030 soll nun das Reisen und das Geschäft mit dem Urlaub zukunftsfähig machen. Dazu werde ein Fahrplan für den Wandel des Tourismus hin zu mehr Nachhaltigkeit erarbeitet. Hierzu erklärte die spanische Staatssekretärin für Tourismus, Rosana Morillo, dass dieser Fahrplan auf dem nächsten Tourismusgipfel im Februar festgezurrt werden soll - dann unter belgischer EU-Ratspräsidentschaft.

Digitalisierung

Ferner soll mehr Wert auf Technologien und Digitalisierung gelegt werden und der Zugang für Menschen mit Behinderung zu den touristischen Angeboten verbessert werden. Auch sollen die Urlauber noch stärker dazu ermahnt werden, in den Zielgebieten schonend mit den Ressourcen umzugehen.

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Gleichzeitig soll die Tourismusbranche aber behutsam und nachhaltig wachsen. So etwa auch kleinere und mittelständische Unternehmen, die gerade angesichts der mächtigen Buchungsplattformen einen stärkeren Schutz erhalten sollen. Notwendig seien zudem verstärkte Weiterbildungs-Angebote.

Die Mitgliedsstaaten verpflichten sich, diese Ziele zu verfolgen. Was sich beim Durchlesen nach Gemeinplätzen anhört, soll nach Wunsch der Tourismus-Verantwortlichen mit einem eigenen Budget der EU für die Tourismusbranche umgesetzt werden. Das hatte Rosana Morillo bereits am Vorabend des Gipfels Medienvertretern in Palma gesagt. Ob und wann es einen solchen Etat geben könnte, ist bisher noch nicht bekannt.