Mallorca Zeitung

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Johannes Krayer

Deutsche auf Mallorca: Wie eine Invasion sollte es sich nicht anfühlen

Dass die Insel viele Fans in Deutschland hat, ist kein Wunder. Investoren sollten aber die Befindlichkeiten berücksichtigen, findet MZ-Redakteur Johannes Krayer

Eines von vielen Baufahrzeugen in der Ortsdurchfahrt. Nele Bendgens

Es ist nachvollziehbar, dass die liebliche Hügellandschaft zwischen Santanyí und Felanitx ihre Fans hat. Die Gegend kommt noch nicht so protzig daher wie der Südwesten rund um Port d’Andratx, das Meer kann man immerhin von Weitem sehen und wer Ruhe und Diskretion sucht, der ist in dieser Ecke der Insel bestens aufgehoben.

Kein Wunder also, dass sich zahlreiche millionenschwere Unternehmer aus Deutschland im Südosten angesiedelt haben. Und sie tun damit ja nichts Illegales, so lange sie sich an die Bauvorschriften und Umweltvorgaben halten. Die Insel steht prinzipiell jedem Investor offen. Eine Beschränkung für ausländische Immobilienbesitzer, die noch im vergangenen Jahr diskutiert wurde, gibt es nicht und wird es wohl auch nie geben.

Fingerspitzengefühl gefragt

Allerdings dürfen sich die wohlhabenden Neuankömmlinge aus Mitteleuropa nicht wundern, dass ihre Ankunft auf der Insel nicht von allen gutgeheißen wird. Die Mallorquiner sind zwar tolerante Menschen, gleichzeitig leiden sie schwer unter den Immobilienpreisen. Wer sich eine Millionen-Villa auf Mallorca zulegt, sollte das mit viel Fingerspitzengefühl tun, damit es sich für die Menschen vor Ort nicht wie eine Invasion anfühlt. Ein Gefühl, das bei vielen allein schon aufgrund der schieren Menge an Zuzüglern aus dem Norden ganz automatisch aufkommt.

Und wenn diese dann auch noch Zehntausende von Quadratmetern aufkaufen, große Herrenhäuser errichten und in ihren Gartenanlagen Unmengen von Wasser verbrauchen, ohne zu vermitteln, was sie da tun, ist ihnen die Ablehnung der Menschen vor Ort gewiss.

Es comprensible que el encantador paisaje de colinas entre Santanyí y Felanitx tenga sus admiradores. La zona no es tan ostentosa como el suroeste, alrededor de Port d’Andratx, el mar se ve desde lejos y los que buscan tranquilidad y discreción están en buenas manos en este rincón de la isla. Así que no es de extrañar que numerosos empresarios millonarios procedentes de Alemania se hayan instalado en el sureste. Y no están haciendo nada ilegal, siempre que respeten las normas de construcción y las directrices medioambientales. En principio, la isla está abierta a cualquier inversor y no hay ninguna restricción para los propietarios extranjeros, algo que aún se discutía el año pasado y probablemente nunca se haga.

Sin embargo, los adinerados recién llegados de Europa Central no deberían sorprenderse de que su llegada a la isla no sea bien recibida por todos. Aunque los mallorquines son gente tolerante, también están sufriendo mucho por los precios de la propiedad. Quien compre una propiedad millonaria en Mallorca debe hacerlo con mucha sensibilidad para que la población local no lo perciba como una invasión. Esta es una sensación que mucha gente tiene automáticamente debido al gran número de recién llegados del norte. Y si luego compran decenas de miles de metros cuadrados, construyen formidables mansiones y utilizan grandes cantidades de agua en sus jardines sin comunicar lo que hacen, seguro que son rechazados por la población local.

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